| Samstag, 22. November 2008 |
Gesundheit
Das Arzt-Patienten-Gespräch: Vertrauensvolle Kommunikation hilft beim Gesundwerden Vertrauen ist wichtig - auch in der Kommunikation zwischen Arzt und Patient. "Von der Qualität des Gesprächs kann auch der Erfolg der Behandlung abhängen", sagt Heike Wöllenstein, Referentin für Patientenrechte und gesundheitlichen Verbraucherschutz im AOK-Bundesverband. Im Idealfall legen Arzt und Patient nämlich gemeinsam fest, welche Behandlungsziele oder Therapien eingeleitet werden. Patienten, die etwas nicht verstehen, gibt die AOK-Expertin den Rat: "Stellen Sie Fragen, Fragen, Fragen."
Es ist das Recht eines Patienten, bestmöglich aufgeklärt zu werden. "Der Arzt muss seine Diagnose verständlich mitteilen und den Patienten umfassend aufklären, damit gemeinsam über die weiteren Behandlungsschritte entschieden werden kann", sagt Heike Wöllenstein. Sie rät deshalb, sich auf einen Arztbesuch gründlich vorzubereiten. "Notieren Sie sich vorab alles, was Sie ansprechen wollen - seien es Beschwerden, Probleme oder Fragen, die Sie stellen wollen." Wer sich während des Gesprächs Notizen macht, kann besser nachfragen und vermeidet Missverständnisse. "Am besten ist es, wenn Sie bereits bei der Terminvereinbarung sagen, dass Sie eine ausführliche Beratung zu einem wichtigen Anliegen benötigen. Dann kann der Arzt genügend Zeit einplanen", so Heike Wöllenstein weiter. Wer den Grund für seinen Besuch vorher nennt, ermöglicht es dem Arzt darüber hinaus, sich gezielt auf das Gespräch vorzubereiten.
Bei Unklarheiten nachfragen
Bei
der Diagnose selbst ist gegenseitiges Vertrauen sehr wichtig. Der Arzt
sollte sich Zeit nehmen, dem Patient dabei auch Gelegenheit geben,
Gefühle oder Ängste zu äußern. Hat man dann doch einmal etwas
vergessen, hilft nur eins: Den Arzt anrufen und nachfragen. Schließlich
sollte der Arzt auch als Dienstleister angesehen werden. Wöllenstein:
"Manches lässt sich schon beim Telefongespräch mit der Arzthelferin
klären. Falls nicht, vereinbaren Sie einen Folgetermin mit dem Arzt."
In
schwierigen Situationen, wenn etwa eine Operation ansteht oder eine
schwerwiegende Erkrankung diagnostiziert wurde, kann es helfen, wenn
eine Vertrauensperson zum Arzttermin mitgenommen wird. Heike
Wöllenstein: "Die Patienten sind in solchen Situationen meist besonders
aufgeregt und haben Probleme, sich zu konzentrieren. Sie verstehen
manchmal gar nicht, was der Arzt sagt. Da ist es oft sehr hilfreich,
wenn eine Person des Vertrauens dabei ist, die einen kühlen Kopf
bewahrt."
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