Dienstag, 07. Oktober 2008
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Alkohol – ohne mich! Präventionskampagne für Kinder in Hamburg

03.06.2008 Quelle: Asklepios Kliniken   

Foto: aboutpixel.deUnter dem Motto „Alkohol - ohne mich!" haben die  Asklepios Kliniken heute in Hamburg eine breit angelegte Alkohol-Präventionskampagne für Kinder und Jugendliche gestartet. Zur Auftaktveranstaltung besuchten 26 Schülerinnen und Schüler einer 6. Klasse des Norderstedter Lessing-Gymnasiums die Asklepios Klinik Barmbek. Der Chefarzt der III. medizinischen Abteilung, Priv.-Doz. Dr. Siegbert Faiss und sein Oberarzt Dr. Dr. Niels Breese, erläuterten ihnen die körperlichen Folgen des übermäßigen Alkoholkonsums.

Der Unterricht wurde besonders anschaulich gestaltet. So mussten die Kinder einen „Promille-Parcour" absolvieren. Dabei trugen sie so genannte „Rauschbrillen", die einen Alkoholgehalt von 1,3 Promille im Blut simulieren. Außerdem gab es ein spannendes Alkohol-Quiz zu lösen und sie konnten am Bildschirm die Ultraschalluntersuchung einer Leber mitverfolgen. Anschließend wurden T-Shirts der Kampagne „Alkohol - ohne mich!" verteilt. 

 

1000 Schüler gegen den Alkohol

Ziel der Präventionskampagne ist es, in den kommenden Monaten möglichst viele Schulkinder über die Risiken des übermäßigen Alkoholkonsums aufzuklären. Allein für die Metropolregion Hamburg haben sich die dort ansässigen sieben Asklepios Kliniken das Ziel gesteckt, mindestens 1000 Kinder zu erreichen. Auch bundesweit werden in Kürze mehrere Pilotkliniken der mehr als 100 Einrichtungen umfassenden Asklepios-Gruppe mit der gezielten Alkohol-Prävention für Kinder starten. Das Präventionskonzept wurde maßgeblich von erfahrenen Medizinern der Asklepios-Gruppe mitentwickelt und wird von der Dr. Broermann Stiftung unterstützt.

 

Das Einstiegsalter sinkt

Zum Hintergrund: Alkoholmissbrauch ist ein gesamtgesellschaftliches Problem und in allen Altersgruppen und sozialen Schichten verbreitet. In jüngster Zeit sorgte der verstärkte Alkoholmissbrauch von Kindern und Jugendlichen bundesweit für große mediale Aufmerksamkeit. Schlagworte wie „Koma-Trinken"  und „Flatrate-Saufen" geben dem Problem einen Namen, ohne dass die ganze Tragweite deutlich wird.  „Fakt ist: Allein zwischen 2000 und 2005 hat sich die Zahl der Kinder und Jugendlichen, die mit einer Alkoholvergiftung ins Krankenhaus eingeliefert wurden, auf 20.000 verdoppelt", sagt Priv.-Doz. Dr. Faiss. Das Einstiegsalter sinkt kontinuierlich. Und: „Es gibt immer mehr jüngere Alkoholabhängige, und Ärzte stellen bei 20-Jährigen bereits Folgeerkrankungen fest, die früher erst bei Patienten um die 30 auftraten", so Dr. Faiss.

 

Prävention gehört zum Selbstverständnis der Asklepios Kliniken

„Wir sind uns unserer gesellschaftlichen Verantwortung bewusst", sagt Dr. Bernard gr. Broermann, Gründer und Gesellschafter der Asklepios-Gruppe. „Mit unserer breit angelegten Präventionskampagne gegen Alkoholmissbrauch von Kindern und Jugendlichen verfolgen wir das Ziel, unser langjähriges Know-how in der Prävention mit einer ganzheitlichen Betrachtung des Menschen zu verknüpfen, um zu einer umfassenden Aufklärung dieses gesellschaftlich relevanten Themas beizutragen."

 

Hauptzielgruppe der Prävention sind 10- bis 12-Jährige

Die Asklepios Kliniken richten sich mit ihrer Präventionskampagne gezielt an Schulen, um insbesondere die Zielgruppe der 10-  bis 12-Jährigen zu erreichen. Bei dieser Altersgruppe ist die Wahrscheinlichkeit, langfristig für die Gefahren und Folgen des Alkohols sensibilisiert zu werden, am höchsten. Studien haben gezeigt, dass der Einstieg in den Alkoholkonsum bei 13- bis 14-Jährigen beginnt. Die Kampagne erreicht deshalb Kinder, die noch keine Erfahrungen mit Alkoholkonsum haben. Und so laufen die Alkohol-Präventionsveranstaltungen ab: Schulklassen werden für eine zweistündige Veranstaltung mit Medizinern in die Klinik eingeladen. Dort wird in einem offenen Dialog mit den Schülern über das Thema Alkohol diskutiert. Neben einer Powerpoint-Präsentation unterstützen interaktive Elemente den Unterricht. Dazu zählen „Drunkbuster"-Rauschbrillen, die einen Alkoholgehalt im Blut von 1,3 Promille simulieren, sowie ein Alkohol-Quiz.

 

Prävention hat bei Asklepios Tradition

Die Alkohol-Präventionsaktivitäten verstärken die umfangreiche Präventionsarbeit, welche die Kliniken in den vergangenen Monaten geleistet haben. Bis zu 2000 Schüler aller Schultypen wurden allein in Hamburg in den vergangen Monaten unterrichtet. Unter anderem ging es dabei um die Gefahren des Rauchens, um die Vorteile einer gesunden Ernährung, um das Radfahren mit  Helm, um den Umgang mit Stress  und um Erste-Hilfe-Maßnahmen. Mit steigender Tendenz besuchen auch Kindergärten und Grundschulen die Asklepios Kliniken. Unter dem Motto „Keine Angst vorm Krankenhaus" erleben die Kleinen den spannenden Ablauf eine rNotaufnahme, dürfen Blutdruck messen und gipsen.

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