| Samstag, 22. November 2008 |
Rechnerisch entsprach die Schuldenlast am Jahresende 2007
18 880 Euro je Einwohner/Einwohnerin. Den größten Anteil nahm der Bund
mit 11 637 Euro je Einwohner ein, gefolgt von den Ländern mit 5 898 Euro
je Einwohner und die Gemeinden/Gemeindeverbände mit 1 447 Euro je
Einwohner (der Flächenlander).
Nach Mitteilung des Statistischen Bundesamtes (Destatis)
waren die öffentlichen Haushalte (Bund, Länder und
Gemeinden/Gemeindeverbände einschließlich ihrer Extrahaushalte) zum
Jahresende 2007 insgesamt mit 1 553,1 Milliarden Euro verschuldet. Die
öffentliche Verschuldung lag damit um 0,5% höher als am Ende des
Vorjahres. Der Hauptteil der am Kreditmarkt aufgenommenen öffentlichen
Schulden, nämlich 1 502,2 Milliarden Euro (+ 0,3% gegenüber dem
Vorjahresende), dient der Finanzierung der Deckungslücken zwischen
öffentlichen Ausgaben und Einnahmen; zusätzlich kamen zur kurzfristigen
Liquiditätssicherung 50,9 Milliarden Euro an Kassenkrediten hinzu
(+ 5,3%).
Von den Bundesländern wiesen Bayern mit 3 012 Euro und Sachsen mit 3 648
Euro rechnerisch die niedrigste Pro-Kopf-Verschuldung der regional
zuordenbaren öffentlichen Schulden (Haushalte der Länder,
Gemeinden/Gemeindeverbände und ihrer Extrahaushalte) auf. Die höchste
Pro-Kopf-Verschuldung der Flächenländer wurde für das Saarland mit
10 907 Euro und für Sachsen-Anhalt mit 9 920 Euro je Einwohner
ermittelt. Die Pro-Kopf-Werte der Stadtstaaten liegen deutlich über
denen der Flächenländer: Der Pro-Kopf-Wert für Bremen betrug 21 894
Euro, für Berlin 16 783 Euro und für Hamburg 12 300 Euro. In der
Mehrzahl der Länder hat die öffentliche Verschuldung 2007 nur
geringfügig zugenommen oder war wie in sechs Bundesländern sogar
rückläufig. Eine weitere Zunahme der öffentlichen Schulden war dagegen
in Bremen, dem Saarland, in Rheinland-Pfalz, in Sachsen-Anhalt und in
Nordrhein-Westfalen zu verzeichnen.
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