Samstag, 22. November 2008
 

Älter werden im Wohnquartier: Lebendige Nachbarschaft

03.06.2008 Quelle: KDA   

Foto: aboutpixel.de"Älter werden im Wohnquartier" ist ein neuer Themenschwerpunkt im Forum Seniorenarbeit NRW, dem größten Wissensportal zur Seniorenarbeit in Deutschland. In vielen Beiträgen aus Theorie und Praxis wird gezeigt, wie "Lebendige Nachbarschaften" gelingen können. Gut funktionierende Nachbarschaften entstehen nicht von allein. Sie erfordern vielfältige Gelegenheiten zur Begegnung. Die Rahmenbedingungen für Begegnung und Aufmerksamkeit für die gegenseitigen Wünsche und Bedürfnisse müssen von Nachbarn selbst, aber auch von Organisationen und Politik gestaltet werden.

Die wichtigste Botschaft des Forum Seniorenarbeit NRW: Bei der Entwicklung von Nachbarschaften geht es um mehr als die Organisation von "nachbarschaftlicher Hilfe". Nachbarschaftliches Miteinander ist ein Gewinn für alle. Bevor beispielsweise Hilfe und Unterstützung unter Nachbarn überhaupt zugelassen wird und Hilfenetzwerke greifen, ist es wichtig, dass sich die Nachbarn kennen, vertrauen und füreinander interessieren. Gemeinsame Aktivitäten ohne "Hilfeperspektive" sind eine Grundvoraussetzung für nachbarschaftliche Hilfe.

Solange wie möglich in der gewohnten Wohnung und vertrauten Wohnumgebung zu leben, ist ein Wunsch der meisten älteren Menschen. Mit der vertrauten Wohnumgebung verbinden Menschen Kontinuität und Identität, denn nachbarschaftliche Kontakte und vertraute alltägliche Abläufe bleiben erhalten. Um den Verbleib in den eigenen vier Wänden zu ermöglichen, ist ein vielfältiges Versorgungs- und Unterstützungsnetzwerk erforderlich. Aufgrund veränderter Familienstrukturen gewinnen dabei auch außerfamiliäre Netzwerke und Kontakte, wie die zwischen Nachbarn, an Bedeutung. Bei zunehmender Hilfebedürftigkeit können Nachbarn einen mühelosen Part im Unterstützungsnetzwerk einnehmen. Wegen ihrer räumlichen Nähe können sie beispielsweise Einkäufe erledigen, Blumen gießen oder in Notfällen zur Seite stehen.

Mit wachsender Bereitschaft engagieren sich ältere Menschen freiwillig in der Gestaltung ihrer Wohnumgebung bzw. Nachbarschaft. Sie übernehmen zunehmend Verantwortung, um Nachbarschaften, soziale Netzwerke und Unterstützungshilfen aufzubauen bzw. zu erhalten. Mit ihrem freiwilligen Engagement wollen sie zu einer Wohnumgebung beitragen, die für sie und die anderen Generationen lebenswert ist. Zahlreiche Beiträge des Themenschwerpunkts zeigen, dass Nachbarschaftsinitiativen und bürgerschaftliches Engagement vor Ort die Generationen verbindet und das Miteinander im Stadtteil oder Wohnquartier stärkt.

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Bei Rückfragen wenden Sie sich bitte an: 

Annette Scholl, Kuratorium Deutsche Altershilfe, An der Pauluskirche 3, 50677 Köln, Tel. 0221-931847-72, annette.scholl@kda.de

Christian Carls, Diakonisches Werk Rheinland, Lenaustr. 41, 40470 Düsseldorf, Tel. 0211-6398-284 / 0163-7822489, christiancarls@sol-dw.de

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