Samstag, 22. November 2008
 

LOHAS (Lifestyle of Health and Sustainability) revolutioniert die Konsummärkte

04.06.2008 Quelle: EUROFORUM   

Foto: aboutpixel.deImmer mehr Menschen in Deutschland kaufen gezielt nachhaltige und gesunde Produkte. Experten schätzen, dass der Marktanteil von Bio- und Fair-Trade-Produkten mittelfristig auf 30 Prozent steigen wird. (Handelsblatt, 18.02.2008) Doch während für die Ökobewegung der 80er Jahre allein gesundheitsbewusste und ökologische Aspekte bei den Produkten wichtig waren, so nimmt bei den Anhängern des "Lifestyle of Health and Sustainability" (Lohas) der Genuss eine ebenso entscheidende Rolle ein.

Durch ihren Konsum wollen Lohas umweltfreundliche Unternehmen und faire Arbeitsbedingungen unterstützen und gleichzeitig Firmen boykottieren, die nicht auf Nachhaltigkeit setzen. Vermarktung von Nachhaltigkeit Für Hersteller und Händler ist die Lohas-Szene nicht zuletzt dank ihrer durchschnittlich hohen Haushaltseinkommen eine attraktive, aber kritische Zielgruppe. "Der Kunde möchte bei der Entstehung eines Produktes einbezogen werden", erklärt Martin Höfeler (Social Fashion Company) und berichtet, wie das Jungunternehmen seine Fair Trade-Mode vermarktet. Bioprodukte boomen und viele Unternehmen schmücken sich derzeit mit grünen Erzeugnissen. Christian Waffenschmidt (Coop Schweiz) berichtet über den Unterschied zwischen ökologisch und sozial profilierten Marken und dem reinem "Greenwashing" von Produkten.

Wie eine grüne Unternehmensphilosophie in der Kosmetikbranche massentauglich und glaubwürdig kommuniziert werden kann, erläutern Elfriede Dambacher (Naturkosmetik Konzepte) und Sabine Beer (Santaverde). Santaverde produziert Kosmetikprodukte, die als Hauptbestandteil Aloe Vera Saft aus eigenem, biologischem Anbau enthalten. Dr. Alexandra Hildebrandt (Arcandor) stellt die Nachhaltigkeitskommunikation des Handelskonzerns vor, zu deren Töchtern Karstadt Warenhaus, Quelle und Thomas Cook zählen. Jedes Kerngeschäftsfeld werde von einem Umweltbeauftragten betreut und auch in den Beschaffungsländern werde auf die Einhaltung des Sozialstandards in der Lieferkette geachtet.

Unternehmerische Verantwortung Für die Otto Group spricht Andreas Streubig, Bereichsleiter der Umwelt- und Gesellschaftspolitik, über die unternehmerische Verantwortung des Unternehmens und stellt in zwei Projekten ihr gesellschaftliches Engagement vor. Die Michael Otto Stiftung fördert Projekte, die dem Schutz und Erhalt der Lebensgrundlage Wasser dienen. Der Förderungsschwerpunkt liegt auf dem Schutz von Fließgewässern und dem nachhaltigen Umgang mit Flusslandschaften. Die "Aid by Trade Foundation" widmet sich der Armutsbekämpfung und dem Umweltschutz in Entwicklungsländern. Zweck dieser Stiftung ist die Förderung von nachhaltigem Anbau land- und forstwirtschaftlicher Produkte in den Ländern.

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