| Samstag, 11. Oktober 2008 |
Management
E-Commerce hat erheblich an Akzeptanz gewonnen Für junge, gebildete Männer im Alter zwischen 20 und 29 Jahren ist Online-Shopping heute so selbstverständlich wie der Gang zum Supermarkt. Zu diesem Ergebnis kommt eine aktuelle Untersuchung der Universität Hohenheim https://www.uni-hohenheim.de, die Internetnutzung und Akzeptanz von E-Commerce bei deutschen Bundesbürgern unter die Lupe genommen hat. Demnach ist für viele Deutsche das Online-Surfen längst fester Bestandteil ihres Alltags.
So nutzen laut der Analyse 40,23 Mio. Deutsche regelmäßig das Internet, 33 Mio. davon beziehen auch Waren oder Dienstleistungen über das Web. Beliebteste Produkte sind dabei vor allem Bücher, CDs und DVDs sowie Online-Dienste für Eintrittskarten und Hotelreservierungen.
"E-Commerce hat in der Bevölkerung erheblich an Akzeptanz
gewonnen", erklärt Michael Schenk, Professor für
Kommunikationswissenschaft und Sozialforschung der Universität
Hohenheim, im Gespräch mit pressetext. Bereits seit dem Jahr 2000
bereitet er mit seinem Forschungsteam jährlich aktuelle Daten zur
Internetnutzung in Deutschland auf. "Die Entwicklung in diesem Bereich
hat über die letzten paar Jahre hinweg deutlich angezogen", ergänzt
Schenk. So gab es etwa 1998 erst 600.000 Deutsche, die im Internet
Waren oder Dienstleistungen kaufen. Die aktuellsten Zahlen aus dem
vierten Quartal des vergangenen Jahres weisen in dieser Hinsicht aber
bereits über 33 Mio. aus. "Viele User kaufen zwar nach wie vor im
Laden, nutzen das Web jedoch, um sich Informationen und
Vergleichsangebote zu beschaffen", stellt Schenk fest. Bei dieser
Gruppe handle es sich laut dem Experten um die potenziellen
Online-Shopper von morgen.
Dennoch werde das Online-Shopping
nicht von allen Bürgern gleichermaßen genutzt. Wie die aktuelle
Untersuchung bestätigt, hält die digitale Spaltung innerhalb der
Gesellschaft vielmehr auch weiterhin an. "Gingen wir vor ein paar
Jahren noch davon aus, dass der Trend in Kürze alle Bevölkerungsgruppen
gleichermaßen erfasst, stellen wir auch im Jahr 2007 fest, dass junge
Männer zwischen 20 und 29 Jahren mit gehobenem Bildungsniveau weit
häufiger von den Verkaufsangeboten im Netz Gebrauch machen als andere",
erläutert Schenk. Ob und wann die digitale Spaltung der Bevölkerung
abnimmt, sei heute nicht genau zu prognostizieren. "Es scheint sich
jedoch herauszukristallisieren, dass die zur Zeit noch vorhandenen
Unterschiede weiter abflachen, nicht zuletzt auch als Reaktion auf
umfangreiche Förderprogramme von Bund und Ländern", meint Schenk.
Für
die meisten Deutschen noch sehr exotisch sind den
Untersuchungsergebnissen zufolge jedoch die neuen Möglichkeiten des Web
2.0. So werden öffentliche Internet-Tagebücher, die so genannten Blogs,
oder Podcasts bisher fast ausschließlich in den jungen und modernen
Milieus genutzt. "Das Web 2.0 wird meiner Meinung nach übertrieben
dargestellt. Mit User Generated Content wie Fotos, Videos und
Musikdateien beschäftigen sich vorwiegend Nutzer in modern orientierten
Milieus", so Schenk abschließend.
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