| Samstag, 11. Oktober 2008 |
Zukunftstrends
72% der Beschäftigten im Gesundheitswesen sind Frauen
Ende 2005 waren 3,1 Millionen der 4,3 Millionen
Beschäftigten im deutschen Gesundheitswesen Frauen. Der Anteil weiblicher
Beschäftigter im Gesundheitswesen lag damit überdurchschnittlich hoch bei
72,3%; in der Gesamtwirtschaft betrug er 44,9%. Einzelne Berufe im Gesundheitswesen haben einen Frauenanteil von über 90%:
Arzthelferin und zahnmedizinische Fachangestellte (99,1%),
pharmazeutisch-technische Assistentin (98,1%), pharmazeutisch-kaufmännische
Angestellte (98,0%) sowie Diätassistentin und medizinisch-technische
Assistentin mit jeweils 92,5%.
Frauen stellen bei der Mehrzahl der Berufe im Gesundheitswesen die Mehrheit der Beschäftigten. Ausnahmen waren Ende 2005 hingegen Berufe wie Arzt (39,2%) und Zahnarzt (38,3%), aber auch Berufe wie Pharmakant (49,4%), Orthopädiemechaniker (28,5%), sonstige Gesundheitshandwerker wie zum Beispiel Hörgeräteakustiker (24,6%) und Gesundheitstechniker (6,5%).
Auch in vielen Einrichtungen des Gesundheitswesens sind Frauen in der Mehrzahl.
Sowohl in den ambulanten als auch in den stationären und teilstationären
Einrichtungen waren Ende 2005 drei von vier Beschäftigten weiblich. Die
Einrichtungen der ambulanten Pflege stellten innerhalb der ambulanten
Gesundheitsversorgung mit 87,7% den höchsten Anteil weiblicher Beschäftigter.
Es folgten die Apotheken mit 81,8% und die Zahnarztpraxen
mit 81,2%. In den Einrichtungen der stationären und teilstationären
Gesundheitsversorgung wiesen ebenfalls die Pflegeeinrichtungen mit 84,9% den
höchsten Frauenanteil auf. Es folgten die Krankenhäuser (74,9%) sowie die
Vorsorge- und Rehabilitationseinrichtungen (74,5%).
Frauen arbeiten aber auch wesentlich häufiger in Teilzeit oder in einem
geringfügigen Beschäftigungsverhältnis als Männer. Während 85,1% der Männer
Ende 2005 einer Vollzeitbeschäftigung und 14,9% einer Teilzeitbeschäftigung
beziehungsweise einer geringfügigen Beschäftigung nachgingen, lagen die
entsprechenden Anteile der Frauen bei 52,2% und 47,8%. Somit arbeiteten 1,5
Millionen weibliche Beschäftigte im Gesundheitswesen in einer
Teilzeitbeschäftigung oder in einem geringfügigen Beschäftigungsverhältnis,
bei den Männern waren es knapp 180.000.
Diese und viele weitere gesundheitsbezogene Daten finden sich auch unter der
Adresse www.gbe-bund.de
im Informationssystem der Gesundheitsberichterstattung des Bundes.
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