| Freitag, 29. August 2008 |
Medizin/Pharma
Weltgrößter Magnetresonanztomograph für die Hirnforschung
Neue Erkenntnisse zur Entstehung von Krebs oder von Hirnkrankheiten wie
Alzheimer oder Parkinson erhoffen sich Mediziner von zwei neuen
Magnetresonanztomographen aus dem Hause Siemens. Noch diesen Sommer
geht am Deutschen Krebsforschungszentrum in Heidelberg eine Anlage in
Betrieb, die mit 7 Tesla Feldstärke einen neuen Weltrekord in der
Krebsforschung aufstellt.
Eine noch höhere Feldstärke von 9,4 Tesla – das fast 200.000fache des Erdmagnetfelds – erreicht ein Magnetresonanztomograph, der 2009 am Forschungszentrum Jülich seinen Betrieb aufnimmt und ebenfalls einen Weltrekord markiert. Einzigartig: Das Gerät enthält zusätzlich einen Positronenemissions-Tomographen, der detaillierte Bilder von Stoffwechselvorgängen im Gehirn liefert.
Wo 1,5- oder 3-Tesla- Magnetresonanztomographen bisher nur Strukturen größer als ein Millimeter im Körper sichtbar machten, zeigen die neuen Anlagen Strukturen weit kleiner als ein Millimeter. Durch die deutlich höhere Feldstärke verkürzt sich zudem die Messzeit erheblich. So lässt sich zum Beispiel der Stoffwechsel in Tumoren oder im Gehirn erstmals direkt beobachten. Sogar das Verhalten einzelner Zellen im lebenden Organismus kann man verfolgen.
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