Montag, 06. Oktober 2008
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In Klinikbauten profitieren alle von den leisen Tönen

23.07.2008 Quelle: Petra Lasar   

Foto: petra lasarGesundheitseinrichtungen müssen sich heute einem nie dagewesenen Wettbewerb stellen. Krankenhäuser wandeln sich zu Gesundheitszentren, die nicht nur um Patienten, sondern auch um Ärzte und Pflegepersonal werben. Eine gesundheitsfördernde und gesundheitserhaltende Umgebung gewinnt in diesem Zusammenhang auch rein wirtschaftlich zunehmend an Bedeutung. Dabei rückt die Raumakustik immer mehr in das Blickfeld vorausschauender Bauherren.

Gute Raumakustik in Verbindung mit glatten, harten Oberflächen, wie sie aus Hygieneanforderungen in Kliniken vorherrschen, stellte in der Vergangenheit ein scheinbar unlösbares Problem dar. Da der Lärmpegel in Krankenhäusern aufgrund moderner Kommunikationstechnologien, durch den vermehrten Einsatz medizinischer Geräte und durch weitere Faktoren bedingt aber weit über die Grenzwertigkeit hinaus angewachsen ist, gab es in den letzten Jahren einige Lösungsansätze im „Selbstversuch“ diesen mit fatalen Folgen versehenen Stressor in den Griff zu bekommen. Heute stehen für eine wirksame Akustikdämpfung standardmäßig innovative Systemlösungen zur Verfügung, die ohne jede Bedenken in den unterschiedlichsten Räumen von Gesundheitseinrichtungen eingesetzt werden können. Diese Schallabsorber erfüllen die Anforderungen einer häufigen Reinigung und Pflege ebenso wie die der chemischen Desinfektion und entsprechen auch allen weiteren, für Klinikräume relevanten Kriterien.

Von der Notwendigkeit die in Krankenhäusern durchschnittlich bis auf 68dB angewachsenen Lärmpegel zu reduzieren überzeugt nicht nur die Beschwerdeskala von Patienten, auf der die Lärmbelästigung heute nachweislich an dritter Stelle steht. Längst hat die Wissenschaft dieses gefühlte Unwohlsein mit objektiven Messdaten bestätigt, die sogar eine Korrelation mit verlangsamten Genesungsprozessen, Schlafstörungen und einer Zunahme der Medikamenteneinnahme nachweisen. Und mehr noch hat die Forschung auch die verheerenden Auswirkungen auf das Klinikpersonal untersucht, die sich in vielerlei Beeinträchtigungen und Stressreaktionen bis hin medizinischen Fehlern zeigen.

Trecker-Lärm im OP

Als Richtwert für den durchschnittlichen stetigen Hintergrundgeräuschpegel in Krankenstationen hat die Weltgesundheitsorganisation WHO einen Pegel von 35 dB festgelegt. In der Nacht sollen die Spitzenwerte 40 dB nicht übersteigen. Viele Studien jedoch belegen typische Werte von 45 bis 68 dB sowie Spitzenwerte, die regelmäßig sogar 85 bis 90 dB übersteigen. Verursacht durch Geräusche von Alarmsystemen und manchen technischen Geräten. Besonders gefährlich für das Klinikpersonal zeigt sich der Lärmpegel im Operationssaal, wo Bohrer, Sägen und andere Geräte mit insgesamt 100 bis 110dB ein signifikantes Risiko für lärmbedingten Hörverlust erzeugen. In Deutschland stellt eine durch Überlastung der Haarzelle des Innenohrs hervorgerufene Lärmschwerhörigkeit die häufigste Berufserkrankung dar.



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