Freitag, 21. November 2008
 Home arrow Zukunftstrends arrow In Klinikbauten profitieren alle von den leisen Tönen

In Klinikbauten profitieren alle von den leisen Tönen

23.07.2008 Quelle: Petra Lasar   
Doch wie bekommt man diesen Misstand in den Griff? Es wäre vermessen zu behaupten, man könne moderne Kliniken zu Orten der Stille werden lassen. Auf der Basis einer Bewertung des akustischen Umfelds kann man mit hochwirksamen Akustikabsorbern aber zumindest eine erhebliche Schallpegelreduzierung erreichen, die die Gefahrenquellen eliminiert und nachweislich zu einem erhöhten Wohlbefinden von Patienten und Personal beiträgt.


Interventionen im Umwelt- und Baubereich effektiver

Der Schlüsselfaktor für eine gute Raumakustik sind die richtige Menge und Platzierung schallabsorbierender Materialien. Daher ist ein Gebäudeprofil hilfreich, in dem die verschiedenen Schall- und Funktionszonen unter Berücksichtigung raumdynamischer Spitzenzeiten für Aktivitäten und Lärm aufgelistet sind. Ein weiterer wichtiger Aspekt für die Regelung des Schallumfelds ist die Identifizierung der Lärmquellen selbst. Diese können zwar nicht einfach beseitigt werden. Aber immerhin ist eine Lärmreduzierung, wie beispielsweise durch den Einsatz eines geräuschfreien Rufsystems, möglich. Auch gibt es Versuche das akustische Umfeld durch organisatorische Eingriffe, wie Personalfortbildungen oder die Einführung sogenannter stiller Zeiten, zu verbessern. Studien zur Effektivität von schallreduzierenden Maßnahmen legen jedoch nahe, dass Interventionen im Umwelt- und Baubereich erfolgreicher sind als verhaltenspräventive Aktivitäten.


Akustik-Absorber müssen unterschiedlichste Anforderungen erfüllen

Bei der Auswahl geeigneter Akustikelemente ist darauf zu achten, dass sie die spezifischen Anforderungen im Kliniken vollends erfüllen. Dabei unterscheiden wir zwischen öffentlichen, funktionalen und klinischen Bereichen sowie Pflegeeinheiten. In öffentlichen Bereichen, wo es sich meist um große, offene Flächen mit der ihnen angestammten problematischen Schallausbreitung handelt, gilt es ein akustisches Umfeld zu schaffen, das die Kommunikation und Orientierung im Gebäude unterstützt. Empfangsbereiche müssen die Sprachverständlichkeit ebenso berücksichtigen wie die akustische Privatsphäre. Leistungsfähige Akustikdecken vermögen diesen Spagat auszuführen.

In Pflegebereichen kommt es insbesondere darauf an den Patienten einen Ort zum Ausruhen und Schlafen und somit zur Unterstützung der Genesung zu bieten. In Kliniken, wo das akustische Umfeld dem Zufall überlassen bleibt, stehen Schlafstörungen jedoch auf der Tagesordnung. Wie eine finnische Studie gezeigt hat, betrachteten 80 Prozent der Patienten, die in einem Zentralkrankenhaus der finnischen Stadt Carelia befragt wurden, die durch andere Patienten, Geräte und die Arbeit des Personals verursachten Umgebungsbedingungen als wesentliche Störquelle. Nur 50 Prozent verwiesen in diesem Zusammenhang auf Schmerzen.

Auch Jörg Arnold und Oliver Kornadt, Professor für Bauphysik an der Bauhaus-Universität Weimar, haben in einer Untersuchung über die Lärmbelastung von Patienten und Pflegepersonal auf Intensivstationen herausgefunden, dass eine hohe Lärmdichte einen dramatischen Einfluss auf den Schlaf und damit auf die Erholung und Gesundheit des Patienten habe. Zudem verursache der Lärm für beide Personengruppen Stress.


Drucken
 
Leser Bewertung:  
SchlechtSehr Gut 
Stellenmarkt für Fach- und Führungskräfte Stellenangebote Jobs Jobsuche Stellenmarkt Stellenanzeigen Affiliate-Programm

Die Zunkunft der Weltbevölkerung

Anbieter Zukunftstrends

 
Medikamenten-Suche

Newsletter abonnieren

Newsletter abonnieren Die neuesten Artikel zur Gesundheitswirtschaft 14-tägig per E-Mail kostenlos abonnieren!
 
 

Werbung

Alles zum Thema Kfz Versicherung
Vergleichen Sie gesetzliche Krankenkassen und finden Sie den besten Versicherungsschutz für sich und Ihre Familie
Generated in 2.33223 Seconds