| Freitag, 21. November 2008 |
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Die Rolle der Krankenhäuser in der Regionalen Gesundheitsversorgung
Allein die DRG-Einführung, der absehbare Gesundheitsfond, der immer bedrohlichere Investitionsstau werden die zukünftige Finanzierung und Sicherung aller Krankenhäuser erschweren.
Es ist klar, dass die Krankenhausverantwortlichen keine Möglichkeit auslassen dürfen, die eigene Strategie, Profil und Positionierung zu schärfen, das Leistungsgeschehen entsprechend anzupassen, alle Prozesse zugunsten einer Kostenoptimierung und Kundenansprache zu optimieren.
Eine bedeutsame Möglichkeit das Krankenhaus in dessen Existenz zu sichern, wird noch immer nicht in der gebührenden Selbstverständlichkeit und Durchführungsqualität initiiert wie eigentlich dringend notwendig: Die abgestimmte Zusammenarbeit mit den Menschen, deren Interessenvertretern, den Unternehmen, anderen Gesundheitsdienstleistern und den öffentlichen Meinungsbildnern der Region.
Trifft nicht zu, werden zahlreiche der so Angesprochenen denken: die sich vielfach in öffentlichem Besitz befindenden Krankenhäuser sind ja geradezu verpflichtet mit den regionalen Gremien und Personen zu kooperieren, diese in ihre Entscheidungsfindungen einzubinden. Dies ist jedoch nicht dass, was unter einer zeitgemäßen regionalen Kooperation zu verstehen ist.
Wie gültig diese Überlegungen sind, zeigte nicht zuletzt, dass in diesem Frühjahr ausgeschriebene BMBF-Projekt „Gesundheitsregionen der Zukunft“. Auch wenn eine andere Ausschreibungsakzentuierung vorstellbar ist, so gültig sind die in dieser formulierten Ziele und Aufforderungen an die Patientenversorgung: die Regionen müssen das Geschehen stärker in die eigenen Hände nehmen und hierfür auch neue Kooperationen, Dienstleistungen und Geschäfts- und Finanzierungsmodelle voranbringen.
Wie sehr die Krankenhäuser insgesamt aufgerufen sind tätig zu werden, wird nicht zuletzt auch durch die jüngste strategische Kooperation der Rhön-Klinikum AG mit dem Bundesverband der Kassenärztlichen Versorgung verdeutlicht: Eine Kooperation die natürlich auch der regionalen Versorgungssicherstellung dient und hier eine entscheidende Handlungsmöglichkeit erkennt. Dazu muss konsequent ---- die sektoralen und berufsfachlichen Zuständigkeiten bindend – kooperiert werden.
Am 22.11. 2008 findet die 3. Fachtagung: „Regionale Gesundheitsversorgung gestalten“ in Neu-Isenburg statt. Folgende Ziele stehen im Fokus:
Das wirtschafts- und Rechtsformat der eingetragenen Genossenschaft ist in hervorragendem Maß geeignet, die beschriebenen Anforderungen des Gesundheitswesen in zukunftsfähige „win-win“ Lösungen zu überführen.
Frank Bonas |
Andrea Follert |