Freitag, 21. November 2008
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BVMed gründet neuen Fachbereich „Soft Tissue Repair Implantate“ für Weichgewebe-Implantate

07.10.2008 Quelle: BVMed   

Der Bundesverband Medizintechnologie, BVMed, hat einen neuen Fachbereich „Soft Tissue Repair Implantate“ (FB STRI) gegründet. Der neue Fachbereich ist die Interessenvertretung der Anbieter von Implantaten zur Verstärkung für Weichgewebe wie Hernien oder Bänder.

Ziel des neuen BVMed-Fachbereichs „Soft Tissue Repair Implantate“ ist es, die gemeinsamen Interessen und Notwendigkeiten für diese Produktart firmenübergreifend zu diskutieren und die sich daraus ergebenden Aktivitäten abzustimmen, beispielsweise bei Erstattungsfragen und Qualitätsaspekten. Handlungsbedarf besteht dabei im stationären wie im ambulanten Bereich. Der Fachbereich beschäftigt sich dabei vor allem mit den Therapiebereichen Viszeralchirurgie, Gynäkologie und Urologie sowie Plastische Chirurgie.

Hernien sind ein Eingeweidebruch, bei dem innere Organe aus einer Öffnung der Bauchhöhle treten. Hernien können durch unterschiedliche Verfahren therapiert werden. Bei kleineren Brüchen werden die Hernien durch eine operative Naht verschlossen. Bei größeren Brüchen wird die zu versorgende Stelle mit einem speziellen Gewebe verschlossen. Diese so genannten „Herniennetze“ können künstlich hergestellt werden oder biologischen Ursprung haben. Durch die so verstärkte Bauchwand wird die Rezidiv-Rate gesenkt.

Moderne Herniennetze verschließen beispielsweise bei einem Leistenbruch die Bruchstelle so sicher, dass diese nicht mehr aufreißt. Zudem bieten sie den Patienten eine hohe Verträglichkeit. In Deutschland erleiden jedes Jahr immerhin rund 200.000 Männer einen Leistenbruch. Hernien der Leisten sind mit 65 Prozent die häufigsten Hernien und weltweit der Grund für jede fünfte Operation. Hernien können aber auch an anderen Stellen wie dem Bauchnabel, dem Zwerchfell oder bei Narben auftreten. Meist entstehen sie durch körperliche Überanstrengung oder eine Bindegewebsschwäche.

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