Sonntag, 21. März 2010
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Krankenhaus Trend 2009: Deutsche Kliniken erhöhen Ausgaben für Kundenbindung

22.04.2009 Quelle: Steria Mummert Consulting   

70 Prozent der Kliniken in Deutschland investieren in den kommenden drei Jahren in die Kundenbindung. Dabei wollen sich vor allem kleinere und mittlere Betreiber künftig stärker finanziell engagieren. Während 83 Prozent der Kliniken mit bis zu 1.000 Mitarbeitern zusätzliche Gelder für Kundenbindungsmaßnahmen freistellen werden, räumen nur 44 Prozent der Großkliniken entsprechende Investitionsbudgets ein.

Zu diesem Ergebnis kommt die Studie „Krankenhaus Trend 2009“ von Steria Mummert Consulting in Zusammenarbeit mit kma online.

Das Investitionsverhalten zur Stärkung der Kundenbindung spiegelt ein Top-Thema der kommenden zwölf Monate in der Gesundheitsbranche wider. Mehr als ein Viertel der Klinikbetreiber planen, die Finanzausstattung in der Kundenbetreuung drastisch aufzustocken. Neben der Informationstechnologie und dem Qualitätsmanagement genießt derzeit kein anderer Bereich eine vergleichbare Aufmerksamkeit bei den Budgetverantwortlichen im Gesundheitswesen.

Diese Bereitschaft zur Investition in Kundenbindung wird durch einen Trend zur Ausweitung des Leistungsspektrums im ambulanten Bereich untermauert. Für 73 Prozent der Befragten liegt hier ein wesentlicher Erfolgsfaktor. Der Zusammenhang liegt auf der Hand: So lassen sich beispielsweise durch die Anbindung von Medizinischen Versorgungszentren (MVZ) Patientenströme gezielt steuern. Gleichzeitig rücken die Krankenkassen, die sich unter dem Druck des Risikostrukturausgleichs (Morbi-RSA) zunehmend im Versorgungsmanagement engagieren, als Kooperationspartner in den Fokus. So wollen 85 Prozent der privaten Klinikbetreiber diese Partnerschaften forcieren, um so einen weiteren wichtigen Vertriebskanal zu erschließen. Dabei können Patienten gezielt über entsprechende Vereinbarungen, zum Beispiel bei Wahltarifen oder Versorgungsprogrammen, zu ausgewählten Leistungserbringern geleitet werden. Durch den entstehenden Wettbewerb um Qualität und Service könnte sich für den Kunden „Patient“ die Versorgungsqualität zukünftig weiter verbessern.

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