Mitgliederbeiträge
Usability-Engineering für Software in Medizinprodukten
11.09.2009
Quelle:

Alexandra Goldfuss
Software-Produkte sollen so gestaltet sein, dass sie für den Anwender optimal nutzbar sind. Dieser Anspruch gewinnt hinsichtlich stetig komplexer werdender Systeme auch und gerade für Medizinprodukte ständig an Bedeutung.
Usability – zu deutsch Gebrauchstauglichkeit – ist ein wichtiges Schlagwort im Entwicklungs-Prozess von Software-Produkten. Die Astrum IT GmbH aus Erlangen, spezialisiert auf Software in Medizinprodukten misst diesem Meilenstein im Entwicklungsprozess erhöhte Aufmerksamkeit bei.
„Beim Usability Engineering spielt nicht nur das ansprechende Design eine Rolle“ ist sich Usability Spezialist Gerhard Krämer sicher. „Unsere methodische und normenkonforme Vorgehensweise hilft, den Software-Entwicklungs-Prozess zu kontrollieren und die Qualität der Schnittstelle zwischen Mensch und Maschine bereits im Vorfeld der Entwicklung festzulegen. Schließlich soll der Anwender die Software nicht nur gut bedienen können, sondern auch gerne damit arbeiten.“
In seinem Vortrag anlässlich der Konferenz MedConf in München, stellt Gerhard Krämer jedoch die provokante Frage, ob sich die Investition in die Methoden des Usability Engineerings im Softwareentwicklungsprozess, neben erhöhter Qualität durch bessere Gebrauchstauglichkeit, auch wirklich lohnt. In seiner Präsentation betrachtet er die einzelnen Phasen der Softwareentwicklung und verdeutlicht anhand von Beispielen die Wertschöpfung des Usability Engineering. Hier stellt er anhand abstrakter Beispiele den benötigten Aufwand dem zu erwartenden Ertrag gegenüber.
Der Beitrag gibt Zuhörern die Möglichkeit, anhand von Zahlen und Fakten eine Entscheidung zu fällen, in relevanten Phasen des Entwicklungsprozesses die richtigen Methoden einzusetzen, ohne die Kontrolle über den Entwicklungsaufwand zu verlieren.
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