Politik
Sichere Patientendaten in Europa
14.06.2010 Quelle: Fraunhofer ISST
Die EU-Gesundheitsminister haben sich am Dienstag auf vereinfachte Regelungen für Arztbesuche im EU-Ausland verständigt. Patienten sollen künftig frei wählen können, in welchem Land sie sich ambulant behandeln lassen. Doch ohne Zugang zu sensiblen Patientendaten, stehen ausländische Ärzte im Notfall mit leeren Händen da.
Forscher des Fraunhofer-Institut für Software- und Systemtechnik ISST arbeiten daher am sicheren Austausch medizinischer Informationen und elektronischer Verschreibungen zwischen Europäischen Gesundheitssystemen.
In einem Land leben, im anderen Land arbeiten
Ein typisches Beispiel verdeutlicht die Situation: Eine berufstätige Person lebt in Aachen und arbeitet in Maastricht. In einem medizinischen Notfall muss sie sowohl in Deutschland als auch in den Niederlanden optimal versorgt werden. Ärzte in beiden Ländern müssen dafür in der Lage sein, die wichtigsten Patientendaten auszutauschen. Auch für Touristen kann es lebenswichtig sein, dass ausländischen Ärzten im Falle eines medizinischen Notfalls die Patientengeschichte bekannt ist, zum Beispiel bei chronischen Erkrankungen.
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