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Mit der
Studie wird die Situation der Medizintechnik in Deutschland im
Vergleich zu wichtigen Mitbewerberländern auf dem Weltmarkt erstmals
umfassend analysiert. Die Ergebnisse der Medizintechnik-Studie bilden
eine Grundlage für die weitere Entwicklung der BMBF-Förderstrategie [...]
[...] und
für verbesserte Rahmenbedingungen der Forschung. Die "Studie zur Situation der Medizintechnik in Deutschland im
internationalen Vergleich" hat ein Konsortium unter Federführung des
Aachener Kompetenzzentrums Medizintechnik (AKM) und der Deutschen
Gesellschaft für Biomedizinische Technik (DGBMT) im Auftrag des
Bundesministeriums für Bildung und Forschung (BMBF) erstellt.
Nach der Kategorisierung von weltweit insgesamt über 400.000 Patenten seit 1998 zeigt sich, dass vermehrt Fragestellungen aus Biologie, Biochemie und Molekularbiologie im Zusammenhang mit medizintechnischen Produkten im Fokus stehen, so z. B. die Nutzung zellbiologischer Ansätze und molekularbiologischer Marker für die Diagnostik, verbesserter Verbindung von Implantaten mit Zellen unter dem Stichwort Tissue-Engineering, funktionsoptimierter Biokompatibilität sowie spezieller Visualisierungstechnologien.
Deutsche medizintechnische Unternehmen betreiben mit überdurchschnittlich hohem finanziellem und personellem Aufwand Forschung und Entwicklung, sie ist jedoch auf vergleichsweise wenige (meist größere) Unternehmen der ausgesprochen kleinbetrieblich strukturierten Medizintechnikbranche beschränkt. Junge Unternehmen sind ein wichtiger Motor für den technologischen Wandel. Die Analyse des Existenzgründungsgeschehens ergibt für die Medizintechnik eine überdurchschnittliche Gründungsintensität von gut 9.300 Unternehmen (1995-2002).
Klinische Experten sehen Informations- und Kommunikationstechnologie, Zell- und Biotechnologie, Mikrosystemtechnik und Nanotechnologie als die vier wichtigsten Schlüsseltechnologien für die Medizintechnik an. Weitere sind Optische Technologien, Neue Materialien, Elektronik, Produktionsund Management-Techniken. Die Implementationschancen innovativer Medizinprodukte werden durch die Faktoren Kommunikation, Ärzteschaft als Leitinstitution, Technologieakzeptanz, Produkteigenschaften und gesetzliche Regelungen inkl. Erstattungsfähigkeit beeinflusst.
Weltweit unangefochten nehmen die USA den internationalen Spitzenplatz bei Forschung, Entwicklung und Vermarktung in der Medizintechnik ein. Deutschland hat gegenwärtig zwar eine gute Position insbesondere in Europa, aber gerade einige langfristig zu interpretierende Indikatoren zeigen die Notwendigkeit zu entschlossenem Handeln an. Einige Stichworte in diesem Zusammenhang sind u. a. Innovationsorientierung, Interdisziplinarität, Nachfrageorientierung angesichts der allgegenwärtigen Kostendämpfung sowie transparentere Strukturen in Wissenschaft und Wirtschaft.
Wichtige Ergebnisse der rund 900seitigen Studie enthält die gleichnamige Broschüre.
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