| Samstag, 11. Oktober 2008 |
Management
Mehr Auslastung durch ein gutes Image
Öffentlichkeitsarbeit im Krankenhaus ist der Schlüssel dazu. In
wirtschaftlich schwierigen Zeiten wird im Gesundheitswesen nach neuen
Wegen gesucht. So beginnen Krankenhäuser neben den hervorragenden
medizinischen Leistungen auch die Ansprache des Kundens, den Patienten,
noch mehr in den Fokus zu rücken.
Viele Klinikleitungen betrachten allerdings noch die Presse- und Öffentlichkeitsarbeit als zeitaufwendige Nebenbeschäftigung. Sie konzentrieren sich auf das Kerngeschäft, zu dem sie Public Relations nicht zählen, und verschenken dadurch nicht selten die entscheidenden Pluspunkte im Wettbewerb auf dem sich neu ausrichtenden Gesundheitsmarkt.
Der Kunde "Patient“ informiert sich jetzt schon im Vorfeld eines Krankenhausaufenthaltes. Dabei will er eigentlich nicht wissen, welches das "beste Krankenhaus" ist, sondern er sucht genau die Einrichtung, die seinen individuellen Bedürfnissen in der jeweiligen konkreten Situation gerecht wird.
Die Entscheidung für eine bestimmte Behandlung und eine bestimmte Einrichtung wird nicht nur medizinisch begründet, sondern vor allem auch von ganz persönlichen Faktoren bestimmt. Mit einer Vielzahl von Angeboten und Maßnahmen versuchen deshalb Kliniken, Krankenhäuser und Ärztezentren auf sich aufmerksam zu machen und die potentiellen Kunden von ihrer jeweiligen Kompetenz zu überzeugen.
Das Prinzip: Abheben und unterscheiden
Da entscheidet häufig nur das bessere Image oder das größere Vertrauen der Kunden darüber, wer die Nase vorn hat. Voraussetzung ist aber, dass das Bild, welches das Gesundheitsunternehmen in der Öffentlichkeit von sich aufgebaut hat, weitgehend mit der Wirklichkeit übereinstimmt. Kann es die Versprechungen, die mit seinem Namen verbunden sind, nicht einlösen, führt das zu dramatischen Folgen.
Ausgangspunkt ist aber meist ein Grundmissverständnis: "Über uns gibt es nichts zu berichten!“, behaupten viele Klinikleiter weiterhin standhaft angesichts der Mediendominanz privater Klinikketten. Dabei lassen sie aber die Konkurrenz aus den Augen, die mit kreativer Energie Nachrichten ganz einfach geschaffen hat. Vielleicht, weil die Mitbewerber über eine professionelle Pressestelle verfügen, vielleicht, weil ein PR-Talent in den eigenen Reihen die Öffentlichkeitsarbeit in die Hand genommen hat, vielleicht aber auch, weil das Krankenhaus einen guten Partner gefunden hat, der zuhören kann und die Klinik in die Presse bringt. Wege zum Erfolg gibt es ja bekanntlich viele.
Wer überzeugen will, muss aber vor allem glaubwürdig sein. "Fakten statt Selbstlob“, muss die Devise lauten. Je konkreter und korrekter die Aussagen dabei sind, umso glaubwürdiger und überzeugender ist die Wirkung.
Mitarbeiter und Management verkörpern die Philosophie
Will sich das Krankenhaus aber gerade im Wettbewerb erfolgreich behaupten, muss eine neue Denkhaltung nicht nur in den Köpfen des Managements, sondern auch in den Köpfen des Personals entstehen. Überzeugte Krankenhausleiter und begeistertes Personal sind die Basis für den Erfolg.
Ein gutes Image, das keine bröckelnde Fassade kaschiert, löst durch die neue Außendarstellung auch die internen Probleme. Voraussetzung hierfür ist die Schulung der Mitarbeiter, um die Kundenorientierung in die Praxis umzusetzen und damit ein gutes Image aufzubauen. Unterstützung findet dabei das neue Selbstverständnis durch professionelle Öffentlichkeitsarbeit. Die Außendarstellung ist somit ein wichtiger Teil einer ganzheitlichen Unternehmensphilosophie.
Generelle Voraussetzung ist angesichts der bisherigen Verschlossenheit der Einrichtungen im Gesundheitswesen ein kultureller Wandel zu mehr Transparenz und Offenheit. Das erfordert einen gewissen Mut und geschulte Kommunikationsfähigkeit.
Letztendlich hilft der gute Ruf dem Krankenhaus auch im Krisenfall, wenn zuvor eine vertrauensvolle Verbindung zu den regionalen Medien geknüpft worden ist. Dazu gehört neben dem persönlichen Kontakt auch eine kontinuierliche Pressearbeit, die auch schlechte Nachrichten nicht unter den Tisch kehrt und von sich aus an die Öffentlichkeit bringt - bevor es andere tun.
Fazit
Presse- und Öffentlichkeitsarbeit ist kein Wundermittel. Der "mündige Bürger“ der sich für Krankenhaus A und nicht B entscheidet ist schon lange kein Schlagwort mehr, sondern zunehmend Realität. In Zukunft werden aber nicht mehr die Krankenhäuser mit den besten medizinischen Reputationen ihre Auslastung steigern, sondern die Kliniken, die ihre Kunden neben der hervorragenden medizinischen Betreuung auch umfassend informieren und serviceorientiert handeln. Ein gutes Image, das durch eine stimmige Öffentlichkeitsarbeit erreicht wird, kann dabei der entscheidende Wettbewerbsvorsprung sein.
Die Kontaktdaten von coaddo PR-PROJEKTE finden Sie hier
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