Toilette mit Hirn bewährte sich im Praxistext
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23.05.2005
Quelle: Technische Universität Wien
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Labortests auf EU-Ebene bereits durchgeführt Wenngleich diese Vision noch nicht vollständig umgesetzt ist, wurden
schon sehr umfangreiche Labortests vieler neuartiger
Toiletten-Komponenten (u.a. Sprachsteuerung, Sprachausgabe, Smart Cards
Technologie) vom EU-Konsortium in mehreren europäischen Ländern
durchgeführt. Dabei wurde besonderer Wert auf die intensive und ethisch
korrekte Einbindung älterer Menschen und Personen mit einer Behinderung
in die Labortests gelegt. Schließlich ging es nicht darum, ein zu Viel
an moderner Technologie in eine Toilette zu packen, sondern darum, die
neuartige Toilette für die AnwenderIn möglichst praktikabel und
benutzerInnenfreundlich zu machen.
In Serie wird die "Toilette mit Hirn" noch bis Jahresende 2005 gehen.
Für die Grundversion rechnet die ungarische Herstellerfirma Clean
Solution Kft. mit einem Endverkaufspreis von 2.950,- Euro plus
Installations- und Wartungskosten.
Praxistest für pflegebedürftige Menschen im Tageszentrum: Note "sehr gut" 35 BesucherInnen und PflegeexpertInnen prüften und testen einen der
zahlreichen vom EU-Konsortium entwickelten Toiletten-Prototypen im
Multiple Sklerose (MS) Tageszentrum der Caritas Socialis in Wien auf
Herz und Nieren. Zum Praxistest Ramona Rosenthal, Leiterin des MS
Tageszentrum: "Menschen, die bis jetzt ganz auf die Unterstützung
Anderer beim Toilettengang angewiesen waren, entdecken mit diesem
Prototypen eine erhöhte Selbstständigkeit. Die intelligente Toilette
setzt an den Ressourcen der BenützerInnen an und ermöglicht, die
Selbständigkeit trotz einer fortschreitenden Erkrankung wie MS länger
aufrecht zu erhalten." Die Toilette erhielt im Praxistest die Note
"sehr gut".
Durch das Höher-Fahren und Nach-Vorne-Neigen der Toilette wird das
Aufstehen für viele Personen wesentlich einfacher. Während des Sitzens
dagegen erlaubt die individuell durchführbare Höhenverstellbarkeit
einen besseren Bodenkontakt der Füße. Dadurch kann der Körper stabiler
gehalten werden, was wiederum die potenzielle Sturzgefahr beim
Aufstehen von der Toilette wesentlich verringert. Das Auslösen des
Schwesternrufes und der Wasserspülung ist mittels Handsteuerung der
Toilette möglich. Dies vergrößert die Autonomie und Selbständigkeit der
Anwender signifikant.
Robert Schlathau, Patientenvertreter im Vorstand der österreichischen
MS-Gesellschaft betont die "Win-Win" Situation, die sich durch die
Verwendung der "intelligenten" Toilette ergibt: "Derartige intelligente
Systeme erhalten nicht nur die Selbstständigkeit der von Multiple
Sklerose Betroffenen länger aufrecht, sondern bedeuten auch für die
BetreuerInnen eine wesentliche Entlastung." Schlathau erwartet von der
"intelligenten Toilette" auch einen volkswirtschaftlichen Nutzen und
fordert eine verbindliche und rasche Umsetzung der Forschungsergebnisse
auf lokaler, nationaler und europäischer Ebene.
Rückfragehinweis:
DI Paul Panek - Institut "integriert studieren" (IS-TU)
Technische Universität Wien
Favoritenstraße 11/029, 1040 Wien
Telefon: +43-1 / 58801-42913
E-Mail: panek@fortec.tuwien.ac.at
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