| Samstag, 06. September 2008 |
Management
PR gewinnt immer mehr an Bedeutung
Kommunikationsarbeit für Medizinprodukte gewinnt immer mehr an Bedeutung. Durch die Veränderungen im Gesundheitssystem wird dabei die Information des Patienten bzw. "Endnutzers“ der Medizinprodukte, neben der Fachinformation an die Ärzte, immer wichtiger.
Darin waren sich die Experten des ersten Kommunikationskongresses Medizintechnologie am 7. Juni 2005 in Frankfurt mit dem Thema "Markenkommunikation und PR in der Medizintechnologiebranche“ mit über 90 Teilnehmern einig.
Die Branche muss insgesamt die Bedeutung und Wertigkeit von Medizintechnologien für Gesundheit und Lebensqualität der Menschen besser herausstellen. Public Relation sei ein "Muss“. PR müsse aber effizient sein, klar definierten Zielen folgen und die Zielgruppen mit spezifischen Instrumenten erreichen. Der Messung der PR-Erfolge komme dabei eine immer größere Rolle zu. Allerdings ist hier das ideale Modell zur Erfolgsmessung noch nicht entwickelt.
Manfred Beeres, Leiter Kommunikation/Presse des BVMed, führte in den Stellenwert von Kommunikationsarbeit in der Medizintechnologiebranche ein. Die Medizintechnologiebranche steht vor großen kommunikativen Herausforderungen. Die knapper werdenden Finanzmittel des Gesundheitssystems sorgen dafür, dass nicht jedes neue medizinische Produkt oder Verfahren automatisch eine "Erfolgsgeschichte“ wird. Die Vorteile der Innovation für den Patienten und das Gesundheitssystem müssen besser und offensiver kommuniziert werden. Hinzu kommt, dass sich die Adressaten der Kommunikationsmaßnahmen verändern. Der Patient spielt eine immer größere Rolle. Er wird mündiger und will bei verstärkter Eigenbeteiligung besser über die medizinischen Möglichkeiten informiert sein. Um den Patienten zu erreichen, müssen sich Sprache und Kommunikationsinstrumente der Unternehmen verändern, einfacher und verständlicher werden.
Beim Zusammenspiel von PR und Werbung sieht Roland Heintze, Geschäftsführender Gesellschafter von Mummert Communications, für die Zukunft Vorteile bei der PR-Arbeit. "Werbung wird nicht sterben, aber sie wird unwichtiger.“ Die Werbebudgets sinken jährlich um rund 6,1 Prozent. Die Bedeutung von PR sei im Gegenzug gewachsen, da PR als kosteneffizienter angesehen wird.
Da Werbung immer aufdringlicher wird, wird sie von vielen Verbrauchern nicht mehr beachtet. Public Relations sei dagegen glaubwürdiger und werde mehr beachtet. Heintze: "PR erzeugt die positiven Wahrnehmungen, auf denen eine Werbekampagne aufbauen kann. Jedes neue Marketingprogramm sollte über Öffentlichkeitsarbeit starten. Wenn die Ziele der PR-Arbeit erreicht sind, kann man zur Werbung übergehen.“ Viele Marketingerfolge der letzten Jahre seien PR-Erfolge gewesen, keine Werbeerfolge. Bekannte Markennamen wie Amazon, Yahoo, Google, Viagra oder Pokemon seien fast ohne Werbung aufgebaut worden.
Die gesamte Mitteilung finden Sie hier.
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