Neues Mikroskopiezentrum eröffnet
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26.07.2005
Quelle: Universität Duisburg-Essen
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Ein neues Mikroskopiezentrum auf dem Essener Universitätscampus
erschließt Natur- und Ingenieurwissenschaftlern sowie den Mitgliedern
der Medizinischen Fakultät der Universität Duisburg-Essen neue
Forschungsmöglichkeiten auf hohem Niveau. Es ist das einzige seiner Art
an einer nordrhein-westfälischen Hochschule.
Herzstück ist ein neu beschafftes Environmental Scanning Electron
Microscope (ESEM), das im Vergleich zum konventionellen
Rasterelektronenmikroskop (REM) die Möglichkeiten zur Analyse der
chemischen und biologischen Mikrowelten erheblich ausweitet. Vor allem
die im Institut für Mikroskalige Umweltsysteme (ZMU) tätigen Forscher
freuen sich über die Errungenschaft, die sie unter anderem bei der
Untersuchung von Ultrafeinstäuben oder Biofilmen einsetzen werden.
Eine definierte Gasatmosphäre, die man im ESEM einstellen kann,
ermöglicht die mikroskopische Untersuchung nahezu aller Materialien und
Objekte in dem Zustand, in dem man sie vorfindet. Darüber hinaus
erlaubt es das ESEM, solche Materialien gezielt zu behandeln und zu
verändern und dabei einen dynamischen Prozess zu beobachten, etwa den
Schmelzvorgang in Eisen. Grundsätzlich sind am ESEM Vergrößerungen von
bis zum 100 000fachen des Objektes möglich.
Das im Mikroskopiezentrum gleichfalls zur Verfügung stehenden digitale
Rasterelektronenmikroskop hilft den Wissenschaftlern, auf
schnelle und einfache Weise Erkenntnisse über die Zusammensetzung und
die Morphologie von den Oberflächen ihrer Proben bis weit in den
Sub-Mikrometerbereich hinein zu gewinnen. Damit sind
Oberflächenanalysen sowohl von Makrostrukturen als auch von
Mikrostrukturen möglich.
Als drittes Gerät können die Forscher ein
rechnergesteuertes Rasterelektronenmikroskop nutzen. Bei diesem Gerät
werden alle Abläufe mit Hilfe der Computermaus und der Tastatur
gesteuert. Das Rasterelektronenmikroskop besitzt eine so große Tiefenschärfe, dass man
von nur rauen Flächen plastisch wirkende Bilder erhält.
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