Politik
Publikation "Gesundheit und Krankheit im Alter" erschienen
19.05.2009 Quelle: Statistisches Bundesamt
Welche Bedingungen ermöglichen ein Älterwerden in guter Gesundheit? Welche Rolle spielen gesundheitliche, medizinische und pflegerische Angebote für die Gesundheit älter werdender und alter Menschen, und wird die Gesundheit immer teurer, wenn die Gesellschaft insgesamt immer älter wird? Verstärkt sich die Bedeutung sozialer Ungleichheit für die Gesundheit im Alter - oder schwächt sich ihre Bedeutung ab? Der soeben erschienene umfassende Beitrag der Gesundheitsberichterstattung "Gesundheit und Krankheit im Alter" versucht Antworten auf diese Fragen zu geben.
Die rund 300 Seiten umfassende Veröffentlichung ist eine gemeinsame Arbeit dreier Institutionen - des Statistischen Bundesamts (Destatis), des Deutschen Zentrums für Altersfragen und des Robert-Koch-Institutes (RKI), die auf diesem Gebiet eng zusammenarbeiten.
Im ersten Teil "Wer sind die Alten" erläutern die Autoren u.a. die
Begriffe Alter und Altern sowie demografische Perspektiven. Im Teil
"Alter = Krankheit?" stehen Gesundheitszustand und
Gesundheitsentwicklung im Mittelpunkt. Thema ist dabei nicht nur die
somatische und psychische Gesundheit alter Menschen. Die Autoren gehen
auch ein auf die funktionale Gesundheit, die Pflegebedürftigkeit und die
subjektive Gesundheit. Die Ausführungen des zweiten Teils münden in der
Frage, ob der demografische Wandel zu einer Kompression oder Expansion
der Morbidität führen wird.
"Schicksal, Schichtzugehörigkeit oder Verhalten" ist der Titel des
Teils, der gesundheitsrelevante Lebenslagen und Lebensstile
thematisiert. So ist zum Beispiel die Aussicht auf ein langes und
gesundes Leben nach Merkmalen wie Einkommen, Bildung oder Berufsstatus
ungleich verteilt. Themen sind auch die Inanspruchnahme ärztlicher
Versorgungsangebote und die Bedeutung von Prävention im Alter, durch die
Gesundheitsprobleme günstig beeinflusst werden können.
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