docjones logoJod ist ein essenzielles Spurenelement, das über die Nahrung aufgenommen wird. In natürlicher Form ist es überwiegend in Salzwasserfischen und Meerestieren enthalten. Damit es hierzulande zu keiner Unterversorgung mit Jod kommt, wird empfohlen Speisen mit Jodsalz zu würzen. Daneben wird vielen Lebensmitteln Jod zugesetzt. Der normale Tagesbedarf wird somit in der Regel ausreichend gedeckt. Der Tagesbedarf eines Erwachsenen liegt etwa bei 200 Mikrogramm pro Tag.

Schwangere benötigen bis zu 260 Mikrogramm und Kinder kommen mit 100-200 Mikrogramm Jod täglich aus.

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Jodmangel

Jod wird von der Schilddrüse aufgenommen und ist daher Bestandteil der Schilddrüsenhormone, die verantwortlich für die Zellteilung und das Wachstum sind. Jodmangel bei Erwachsenen äußert sich unter anderem oft in Form einer Schilddrüsenvergrößerung, auch Kropf genannt. Bei Kindern kann ein Jodmangel zu geistigen und körperlichen Entwicklungsstörungen führen. Leiden Schwangere an einem Jodmangel, kann es auch zu Entwicklungsstörungen des Fötus kommen.

Jodvergiftung

Wird Jod in übergroßen Dosen eingenommen, besteht die Gefahr der Jodvergiftung, die mit Magen-Darm-Beschwerden, Herzjagen, Zittrigkeit und Schmerzen im Mund-und Rachenraum einhergehen kann. Daher ist vor der Einnahme von Jodtabletten immer ein Arzt zu befragen. Gerade bei der Frage, ob Schwangere wegen des erhöhten Jodbedarfs zusätzlich Jodtabletten einnehmen sollen, gehen die Meinungen der Experten auseinander.

Heilpflanzen-Präparate in der Schwangerschaft

Genauso wie man Jodtabletten in der Schwangerschaft mit Bedacht und nur bei Bedarf zu sich nehmen sollte, so ist auch ein verantwortungsvoller Umgang mit pflanzlichen Heilmitteln angezeigt. So gibt es Heilpflanzen, die während der Schwangerschaft und Stillzeit gute Dienste leisten und andere, auf die während einer Schwangerschaft verzichtet werden sollte. Deswegen gilt auch hier, dass vor der Einnahme eines Heilmittels die Packungsbeilage sorgfältig gelesen und im Zweifelsfall immer der Arzt befragt werden muss.

Jod gegen Strahlenschäden

Angesichts der aktuellen Ereignisse in Japan und der drohenden atomaren Katastrophe gerät Jod als das Mittel gegen Strahlenschäden ins Gespräch. Selbst in Deutschland decken sich die Menschen mit Jodtabletten ein und hoffen so, sich vor radioaktiver Strahlung schützen zu können. Schwangere sind besorgt, ob ihre ungeborenen Kinder in Gefahr sind. Fakt ist, die aktuellen Ereignisse in Japan werden wegen der Entfernung kaum Auswirkungen auf Deutschland haben. Wenn radioaktive Strahlung austritt, wird große Mengen radioaktives Jod-131 und Jod-133 freigesetzt. Innerhalb von einem Tag reduziert sich die Radioaktivität von Jod-133 um die Hälfte. Bei Jod-131 halbiert sich die Radioaktivität nach 8 Tagen. Damit ist erklärbar, dass die Entfernung eine große Rolle spielt, denn bis radioaktive Partikel hier ankommen, dauert es nach Expertenmeinung einige Wochen. Von einer vorsorglichen Einnahme von Jod wird daher dringend abgeraten, da sie aktuell in keiner Weise sinnvoll ist und im schlimmsten Fall zu gesundheitlichen Schäden führen kann.

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