Auseinandersetzung in der Koalition ärgerlich
"Das von allen Mitgliedern in der Pflegekommission einstimmig ausgehandelte Ergebnis nicht wie geplant umzusetzen, wäre höchst ärgerlich und für die Mitarbeitenden in der Pflege nicht nachvollziehbar", kritisiert Caritas-Präsident Peter Neher die aktuelle Auseinandersetzung in der Koalition zur Einführung eines Mindestlohns in der Pflege zum 1. Juli 2010.

Nach langen, intensiven Verhandlungen sei es möglich gewesen, einen Kompromiss auszuhandeln, der von allen Akteuren in der Pflege, den kirchlichen, den gemeinnützigen und den privatgewerblichen, mitgetragen werde. Im Interesse der Mitarbeitenden in der Pflege sei es jetzt entscheidend, das Ergebnis wie vereinbart umzusetzen. Der von Bundeswirtschaftsminister Brüderle vorgebrachte Einwand gegen die Einführung mit Hinweis auf die im Koalitionsvertrag genannte Überprüfung aller Mindestlöhne Ende 2011 sei nicht akzeptabel.

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Er solle die Empfehlung der Pflegekommission respektieren, da mit ihr ein Weg gefunden wurde, den Besonderheiten in der Pflegebranche gerecht zu werden. "Wer ganztags harte Arbeit in der Pflege leistet, soll davon seinen Lebensunterhalt bestreiten können", so Neher.

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