In Berlin ist am Montagabend (20. April) der mit insgesamt 50.000 Euro dotierte Berliner Gesundheitspreis 2008 an Projekte verliehen worden, die eine partnerschaftliche Kommunikation zwischen Arzt und Patient fördern. Bundesgesundheitsministerin Ulla Schmidt würdigte beim Festakt die Preisträger des Wettbewerbs zum Thema "Adherence". "Das gemeinschaftliche Miteinander von Patienten und Therapeuten ist die Zukunft" sagte die Ministerin.

Die Gewinner haben Lösungen entwickelt, die Patienten aktiv an Therapieentscheidungen beteiligen und ihre Eigenverantwortung stärken. Denn eine über den Kopf des Patienten hinweg gegebene Therapieempfehlung wird oft nicht durchgehalten. Gesagt ist eben längst noch nicht getan: Therapieabbrüche, gescheiterte Änderungen des Lebensstils und weggeworfene Arzneimittel im Wert von bis zu 20 Milliarden Euro sprechen eine deutliche Sprache. Damit sich das ändert, müssen Arzt und Patient zusammen über die Behandlung entscheiden und Verantwortung für den Behandlungsverlauf übernehmen. Die gemeinsame Entscheidung erhöht nachweislich die Therapietreue und trägt so zu mehr Gesundheit bei.

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Die Preisträger wurden aus insgesamt 68 Einsendungen von einer 11-köpfigen Jury aus Politik, Wissenschaft und Praxis ausgewählt. Initiatoren des Berliner Gesundheitspreises sind der AOK-Bundesverband, die Ärztekammer Berlin und die AOK Berlin. Der Preis wurde zum siebten Mal verliehen. Mit dem 1995 ins Leben gerufenen Wettbewerb fördern AOK und Ärztekammer innovative Modelle und zukunftsweisende Versorgungskonzepte, die dazu beitragen, Qualität und Wirtschaftlichkeit der gesundheitlichen Versorgung in Deutschland zu verbessern.

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