Das Abkommen zur Förderung des wissenschaftlichen Austauschs auf dem Gebiet der Mund-, Kiefer- und Gesichtschirurgie (MKG) soll zudem den europäischen Gedanken und die freundschaftlichen Beziehungen zu Polen vertiefen.

Unter Federführung der Klinik für Mund-, Kiefer- und Plastische Gesichtschirurgie des Universitätsklinikums in Frankfurt am Main wurde in Warschau am 20. Mai 2006 ein internationales Abkommen zwischen den Fachbereichen Medizin der Johann Wolfgang Goethe-Universität Frankfurt am Main, der medizinischen Fakultät der Universität Basel in der Schweiz und der polnischen Medizinischen Akademie in Warschau unterzeichnet.

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Die drei Vertragspartner sehen das Abkommen als wegweisend für die Internationalisierung von Spitzen- und Hochleistungsmedizin. Die Universitätskliniken wollen mit dem Abkommen ein deutliches Zeichen für eine gewollte Internationalisierung von Forschung und Lehre setzen, verbunden mit der Bildung europäischer Kompetenznetze an den drei Standorten.

Das Abkommen wurde im Rahmen des Ersten Internationalen Polnischen Kongresses für Zahn-, Mund- und Kieferheilkunde in Warschau unterzeichnet. Ziel der Kooperation ist die gemeinsame Förderung des wissenschaftlichen Nachwuchses und der wissenschaftlichen Zusammenarbeit der drei Unikliniken zunächst auf dem Gebiet der Mund-Kiefer-Gesichts-Chirurgie. Ein Schwerpunkt soll dabei auch im Austausch von Studenten liegen, um damit den europäischen Gedanken und die Verbundenheit zu Polen zu fördern, aber auch um die heranwachsende Forschergeneration frühzeitig international auszurichten.

Seit fast einem Jahr arbeitet eine zahnärztliche Nachwuchswissenschaftlerin aus Warschau an der MKG-Klinik des Frankfurter Universitätsklinikums und hat das erste gemeinsame trinationale Forschungsprojekt mit den Mund-Kiefer-Gesichtschirurgen aus Warschau und dem Hightech-Forschungs-Zentrum der MKG-Chirurgie in Basel durchgeführt.

In Zukunft sollen innovative 3D-Planungsverfahren, die am Basler Forschungszentrum von einem Warschauer Informatiker gemeinsam mit der Frankfurter Uniklinik neu entwickelt werden, bei den Patienten in Frankfurt, Basel und Warschau eingesetzt werden. Besonders werden davon z.B. Patienten mit Kieferfehlstellungen profitieren, bei denen anlagebedingt die Kiefer zu klein sind und chirurgisch aufgedehnt werden müssen. Auch die Industrie hat Interesse an dieser grenzüberschreitenden Kooperation angemeldet, bei der unter anderem neuartige Medizingeräte zur Kieferdehnung eingesetzt werden, und wird diese Zusammenarbeit im Rahmen der vorgesehenen internationalen klinischen Studien aktiv unterstützen.

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