Foto: photocase.comNach der Reform ist vor der Reform – das gilt auch für die Pflegeversicherung. Die Radikalität des demographischen Wandels erfordert von den gesellschaftlichen Gestaltern Mut für einen weitergehenden Kurswechsel im Altenhilfesystem! Die soziale Infrastruktur für die Stützung und Versorgung von Menschen, die auf Hilfe angewiesen sind, muss in der Hand lokaler Verantwortungsgemeinschaften liegen und darf nicht das Ergebnis spekulativer Investition sein.

Der weitere, wildwüchsige Neubau isolierter Pflegeheime muss verhindert werden. Stattdessen sind lokale, gemeinwesenorientierte Versorgungsangebote notwendig, die generationenübergreifend zu kleinräumigen Unterstützungsstrukturen führen und die Eigenverantwortung und Solidarität der Menschen vor Ort stärken.

Diesem Grundsatz folgend haben sich

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  • die Bank für Sozialwirtschaft AG, Köln
  • die Bertelsmann Stiftung, Gütersloh
  • die Bremer Heimstiftung, Bremen
  • die CBT - Caritas-Betriebsführungs- und Trägergesellschaft mbh, Köln
  • das Evangelische Johanneswerk e.V., Bielefeld
  • die Stiftung Liebenau, Meckenbeuren Liebenau

zum „Netzwerk: Soziales neu gestalten“ (SONG) zusammengeschlossen.

Gemeinsames Ziel ist es, über bereits realisierte „Leuchtturm-Projekte“ zu zeigen, dass es bessere Alternativen zu isolierten Pflegeheimen gibt. Auf Basis dieser Praxis-Erfahrungen fordern die SONG-Partner politische Rahmenbedingungen, die allgemeingültig solche Reform-Angebote absichern und verstärken, die an den individuellen Bedürfnissen älterer Menschen ausgerichtet sind. Darum ermitteln wir den sozialen und ökonomischen Mehrwert gemeinschaftlicher Wohnprojekte und beleuchten die damit verbundenen Änderungspro-zesse in den Trägerorganisationen. Hierzu erfolgt auch eine Analyse des gesetzlichen Rahmens.

Das Positionspapier trägt den Titel „Zukunft Quartier – Lebensräume zum Älterwerden“ und gibt den aktuellen Diskussionsstand im Netzwerk wieder.

In dem Positionspapier werden zentrale Handlungsempfehlungen an die seniorenpolitisch bedeutsamen Akteure in der Freien Wohlfahrtspflege, in den Kommunen sowie in Bund und Ländern gegeben. Mit dieser ersten Veröffentlichung möchten wir Sie auf das Netzwerk SONG aufmerksam machen. Selbstredend würden wir uns auch sehr darüber freuen, wenn Sie das beigefügte Dokument auf Ihrer Webseite oder einem Ihrer nächsten Newsletter einstellen würden.

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