Krankendienste
Gesundheitssektor könnte durch Lärmverminderung in Kliniken Millionen sparen
18.01.2012 Quelle: Petra Lasar »Profil anzeigen
Verschiedene Studien weisen nach, dass Lärm in Kliniken die Leistungsfähigkeit von Mitarbeitern mindert und sogar die Genesung von Patienten verzögert. Diese ökonomische Verschwendung muss nicht sein. Bei Mitarbeitern und Patienten führt die Planung eines leisen Umfeldes in Einrichtungen des Gesundheitswesens zu Verbesserungen, die sich letztlich in geringeren laufenden Kosten niederschlagen.
Dies war die Essenz eines Vortrages des weltbekannten Forschers Roger S. Ulrich anlässlich des Ecophon International Acousticians’ Seminar (EIAS), bei dem Ende vergangenen Jahres in Schweden etwa 160 Teilnehmer aus aller Welt zugegen waren. Die bereits durch mehrere Studien bestätigte These dieses Pioniers evidenzbasierten Designs (EBD), einer Disziplin, die sich mit der wissenschaftlichen Planung von Gesundheitseinrichtungen unter genesungsfördernden Gesichtspunkten beschäftigt, findet beim Bau von Krankenhäusern zu geringe Beachtung.
„Es ist kurzsichtig, bei der Planung von Kliniken nur die Anfangsinvestitionen in Betracht zu ziehen. Optimierungsmaßnahmen auf der Grundlage evidenzbasierten Designs, wie bspw. eine Lärmminderung durch Schaffung eines besseren akustischen Umfeldes, schlagen zwar anfangs zu Buche, amortisieren sich aber durch eine langfristige Reduktion der laufenden Kosten“, so Roger S. Ulrich. „Schon ein kleiner Prozentsatz an verringerten laufenden Kosten führt in wenigen Jahren zu einer Deckung der anfänglichen Mehrinvestition.“
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Jan Struck