Ein Eindringen in die Lebensmittelkette lässt sich deswegen nicht ausschließen. Dioxine werden von Menschen hauptsächlich über tierische Lebensmittel wie Fleisch, Fisch, Eier und Milch sowie die daraus hergestellten Produkte aufgenommen.
Als chronische Wirkungen von Dioxinen wurden bei Tierversuchen Störungen der Reproduktionsfunktionen, des Immunsystems, des Nervensystems und des Hormonhaushalts beobachtet. Als empfindlich haben sich Leber und Schilddrüse herausgestellt. Bei einigen Dioxinen besteht die Gefahr, dass sie krebserregend sind.
Hauptregel: So wenig wie möglich
Die Dioxinbelastung in Lebensmitteln wird in Piktogramm gemessen: Ein Piktogramm ist ein Billionstel Gramm. Wie viel Dioxin ein Mensch pro Tag aufnehmen darf, hängt vom Körpergewicht ab. Die Europäische Union hat einen Richtwert von 14 Piktogramm in der Woche pro Kilogramm Körpergewicht festgelegt.
Die Höchstwerte werden nach folgendem Maßstab festgelegt: Eine gewisse Belastung der Lebensmittel ist unvermeidbar und in diesem unvermeidbaren Umfang auch gesundheitlich unschädlich. Die Wissenschaftler nennen das die "Hintergrundbelastung". Alles, was darüber liegt, gilt als vermeidbar – und nicht unbedingt schon als gesundheitsgefährdend.
Die "tolerierbare tägliche Aufnahme" orientiert sich nicht daran, was man wirklich am Tag verträgt. Das kann um ein Vielfaches höher sein. Dioxin wird im Körper angelagert. Deswegen sollte vor allem, die Menge, die man im Laufe seines Lebens zu sich nimmt, begrenzt sein. Dafür werden die Grenzwerte besonders niedrig angesetzt, angelehnt an jene unvermeidbare und damit faktische Belastung des Lebensmittels.
Wie belastet ist unser Essen?
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