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Millionen Ärztefehler allein in der EU

Nach Einschätzung der Europäischen Kommission erleidet allein in Europa etwa jeder zehnte Patient nach einer medizinischen Behandlung Schäden. Das bedeutet, dass europaweit rund 15 Millionen Personen betroffen sind. Etwa vier Millionen vermeidbare Infektionen - zum Beispiel aufgrund mangelnder Hygiene habe es im Jahr 2008 gegeben. Davon endeten 37.000 tödlich. Als Behandlungsfehler gelten nicht nur die vergessene OP-Schere im Bauch oder das falsche amputierte Bein, sondern beispielsweise auch falsche Dosierungen von Medikamenten.  

Besonders weit verbreitete Diagnosefehler geschehen laut Schlichtungsstelle der Bundesärztekammer bei Hüft- und Kniegelenksbehandlungen. Danach folgen Unterschenkel- und Sprunggelenks- sowie Oberschenkelfrakturen. An fünfter Stelle stehen Fehler bei Diagnose oder Behandlung von Brustkrebs. Vor allem Brustkrebs ist zumindest in deutschen Arztpraxen die am häufigsten stattfindende fehlbehandelte Krankheit.

Behandlung im Ausland als Risikofaktor

„Insbesondere im Ausland ist das Risiko eines Aufklärungs- oder Behandlungsfehlers etwa aufgrund einer schwierigeren sprachlichen Verständigung und unterschiedlicher medizinischer Standards groß“, sagt Hanno Petersen, Vorstandsmitglied der ARAG. „Die BDAE GRUPPE und die ARAG sind daher überzeugt davon, dass die neue weltweit gültige Patien-ten-Rechtsschutzpolice eine sinnvolle Absicherung für Menschen ist, die im Ausland leben und arbeiten“, so Petersen weiter.

 

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