Mitgliederbeiträge

Das Ende langer Wartezeiten und vergessener Patienten. Die Anzahl der Betten in deutschen Krankenhäusern ist in den vergangenen 20 Jahren um 25 Prozent gesunken. Gleichzeitig ist bei den Krankenhausfällen jedoch ein Anstieg um 20 Prozent zu verzeichnen. Auf 503.000 Betten kommen 17,5 Millionen Patienten. Dies macht eine optimale Organisation des Klinikalltags erforderlich, insbesondere der hektischen Erstversorgung in der Notaufnahme.

Was tun Deutschlands Arbeitgeber für die Gesundheit ihrer Mitarbeiter? Immer mehr Unternehmen entscheiden sich für die Implementierung eines Betrieblichen Gesundheitsmanagements, um das Wohlbefinden und die Leistungsfähigkeit ihrer Mitarbeiter zu fördern. Verbindliche Qualitätsstandards, Mitarbeiter- und Führungskräfteprogramme sowie ein entsprechendes Gesundheitsmarketing gewinnen dabei zunehmend an Bedeutung. Das Corporate Health Jahrbuch 2012 untersucht den Status quo des Betrieblichen Gesundheitsmanagements in Unternehmen deutschlandweit und ist die Fortsetzung der seit 2005 jährlich erscheinenden Studienreihe „Gesundheitsmanagement“.

Die Initiatoren des Corporate Health Awards und Herausgeber des Jahrbuches stellen Ihnen im Anschluss an die Pressekonferenz der Personal SÜD und der Corporate Health Convention vorab die aktuellen Entwicklungen in der Branche vor:

Dienstag, 24. April 2012, von 13:45 Uhr bis ca. 14:30 Uhr, Messe Stuttgart, Raum 9.4 (am Eingang Halle 9)

Markus A.W. Hoehner, Geschäftsführer EuPD Research, Norbert Girisch, Leiter Marketing & Vertrieb der TÜV SÜD Life Service GmbH sowie die Gesundheitsexperten Dr. Oliver-Timo Henssler und Benjamin Klenke, EuPD Research, erläutern die aktuellen Studienergebnisse und beantworten Ihre Fragen.

Bitte teilen Sie uns per E-Mail oder Fax-Antwort bis Freitag, 20. April 2012, mit, ob Sie an der Veranstaltung teilnehmen werden.

Mit freundlichen Grüßen

Carolin Müller
Tel.: 0228/ 97143-75
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Communications Manager, EuPD Research

Heidi Atzler
Tel. 089/ 5791-2935
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Unternehmenskommunikation, TÜV SÜD AG

Experten des Kuratoriums perfekter Zahnersatz beantworten Patienten-Fragen. Am Dienstag, 22. Mai, bietet das Kuratorium perfekter Zahnersatz (KpZ) die erste telefonische Sprechstunde dieses Jahres an. Ein Team aus Zahntechnikern und Zahnmedizinern steht Patienten, Angehörigen und anderen Interessierten in der Zeit von 17 bis 19 Uhr für Fragen zu Zähnen und Zahnersatz zur Verfügung.

Im April 2012 haben die TÜV Rheinland Akademie GmbH und emtec e.V. eine Kooperation geschlossen. Die Zusammenarbeit betrifft den Bereich Seminare im Rahmen von Qualifizierungsmaßnahmen. Beide Partner erhoffen sich durch die Erweiterung Ihrer Produktpaletten sowie zusätzliche Terminangebote eine erfolgreichere Vermarktung ihrer Seminare.

Betriebliches Eingliederungsmanagement (BEM): Vom Wegschauen zum Sich-Kümmern    
Intelligentes Instrument zur Sicherung von Wissen und Human Ressourcen in mittelständischen Unternehmen. Seit Mai 2004 sind Arbeitgeber gesetzlich zum Betrieblichen Eingliederungsmanagement (BEM) verpflichtet, wenn Beschäftigte sechs Wochen innerhalb eines Jahres arbeitsunfähig werden.

Das Unternehmen vereinbart mit dem Betroffenen individuelle Maßnahmen die helfen, die Arbeitsfähigkeit wieder herzustellen und weiteren Erkrankungen vorzubeugen. Das kann ein orthopädischer Bürostuhl für einen Mitarbeiter mit Rückenproblemen sein, eine medizinische Rehabilitation oder die Versetzung in eine andere Abteilung. Ein Aufwand, der sich für alle Betroffenen auszahlt: Der Mitarbeiter fühlt sich wertgeschätzt – die Motivation am Arbeitsplatz und die Verbundenheit mit dem Unternehmen steigen. Das Unternehmen zahlt mit geringem Aufwand deutlich in die Arbeitgebermarke ein.

„Mit jedem investierten Euro ins Eingliederungsmanagement können Unternehmen ein Vielfaches an Ausgaben sparen“, weiß die Münchner Rechtsanwältin und Mediatorin Angela Huber. „Ein ausfallender Mitarbeiter kostet ein Unternehmen durchschnittlich 400 Euro am Tag. Da kann man sich schnell ausrechnen, welcher Betrag bei wochenlanger Arbeitsunfähigkeit zusammenkommt“, sagt die Expertin und verdeutlich dies an einem Beispiel:

Ein IT-Spezialist, der nach einer schweren Rückenoperation nicht mehr an seinem gewohnten Platz arbeiten konnte, bekam von seinem Unternehmen einen ergonomischen Arbeitsplatz eingerichtet – die Arbeitszeiten und Aufgaben wurden angepasst. Der höhenverstellbare Tisch kostete 1.500 Euro und wurde von der Deutschen Rentenversicherung bezahlt. Auch für den orthopädischen Stuhl gab es 435 Euro Zuschuss. Eine stufenweise Wiedereingliederung wurde von der Krankenkasse bezahlt. Ohne das BEM wäre der IT-Spezialist noch vier Wochen arbeitsunfähig zu Hause gewesen. So konnte er bereits nach kurzer Zeit wieder im Betrieb arbeiten und ist bis heute nicht mehr rückfällig geworden. Die Gesamtersparnis betrug fast 10.000 Euro. „Darüber hinaus hat das Unternehmen aktiv sein Image gestärkt“, betont Angela Huber. Die Botschaft an die Belegschaft ist eindeutig: „Wir kümmern uns und stehen zu unseren Leuten – auch in schlechten Zeiten.“ Dies schafft eine Vertrauenskultur, eine Partnerschaft zwischen Unternehmen und Mitarbeiter.

Kein BEM: Gefahr hoher Abfindungszahlungen

Wird dem kranken Mitarbeiter kein BEM angeboten, wird der Arbeitgeber gesetzlichen Auflagen nicht gerecht und manövriert sich – auch juristisch – ins Abseits. Nach einem jetzt veröffentlichten Beschluss des Bundesarbeitsgerichts (BAG, Beschluss vom 7. Februar 2012 – 1 ABR 46/10) hat der Betriebsrat zu überwachen, ob der Arbeitgeber seiner Fürsorgepflicht zur Einleitung eines BEM nachkommt. Hierzu müssen ihm alle Namen der betroffenen Mitarbeiter vorliegen. Eine Entscheidung, welche Angela Huber begrüßt: „Wird kein BEM durchgeführt, entstehen dem Betrieb erhebliche Kosten, ausgelöst durch Entgeltfortzahlungen, Zusatzkosten durch Fehler und Überlastung der Abteilung, Unzufriedenheit und Motivationsmangel. Sollte doch eine Kündigung notwendig werden, besteht ohne das BEM eine Rechtsunsicherheit und die Gefahr hoher Abfindungszahlungen. Angela Huber: „Unternehmen sollten sich auch darüber im Klaren sein, dass arbeitsunfähige Mitarbeiter eine Krankheitsspirale auslösen können: Kollegen fangen die Mehrarbeit auf und werden durch Überlastung und Unzufriedenheit selbst krank.“

„Für Unternehmen bedeutet das BEM weit mehr als nur eine bloße Gesetzesvorschrift“, betont die Juristin, die deutschlandweit bereits über 200 BEM-Einzelfälle betreut hat und das Instrument in mittelständischen Unternehmen einführt, prüft oder optimiert. „Eine ganze Unternehmenskultur kann und muss sich wandeln – vom Wegschauen zum Sich-Kümmern.“ Angela Huber: „Vor allem die meist aussichtslosen Bemühungen der Personalabteilungen neue Mitarbeiter zu rekrutieren, zwingt die Unternehmen mehr denn je, sich um die Gesunderhaltung der Belegschaft und die bestmögliche Wiedereingliederung erkrankter Mitarbeiter zu kümmern. Beide Parteien erhalten so einen win-win-Erfolg.“

Doch was genau ist und wie funktioniert ein optimales Betriebliches Eingliederungsmanagement? „Das Unternehmen hilft dem kranken Mitarbeiter, wieder gesund zu werden und einer erneuten Arbeitsunfähigkeit vorzubeugen“, erklärt die Expertin. „Der erste Schritt ist die Kontaktaufnahme. Durch das Gespräch wird der Betroffene abgeholt, er fühlt sich von seinem Arbeitgeber wert geschätzt – Zufriedenheit und Motivation steigen. Anschließend gilt es – gemeinsam mit dem Mitarbeiter – das Problem zu erörtern: Welche Faktoren führten zur Erkrankung? Was belastet den Arbeitnehmer? Bei der Erarbeitung der Maßnahmen, wie etwa die Versetzung an einen anderen Arbeitsplatz oder die Gestaltung eines ergonomischen Arbeitsbereiches, wird der Mitarbeiter aktiv beteiligt, seine Eigeninitiative und Verantwortung gestärkt.

Neutraler Blick von außen

Aus ihrer Erfahrung weiß Angela Huber, dass es in vielen Personalabteilungen häufig an Zeit und Kapazitäten fehlt, um ein erfolgreiches BEM durchzuführen. Hier leistet sie Hilfestellung: schult Personalabteilungen und Führungskräfte im Umgang mit erkrankten Mitarbeitern oder führt als externe Expertin die komplette Maßnahme durch – vom Erstgespräch bis zur Erfolgskontrolle. Die Rechtsanwältin und Mediatorin sieht sich dabei als neutrale Person, die mit der Politik des Unternehmens nichts zu tun hat. Ein Vorteil bei eingefahrenen Situationen: „In Diskussionen kann ich emotionale Spitzen rausnehmen und vermitteln“, berichtet sie. Mitarbeiter, die sich ihrem Arbeitgeber nie öffnen würden, fassen Vertrauen, denn Datenschutz und Schweigepflicht stehen an erster Stelle. Die auf Arbeits-  und Sozialrecht spezialisierte Juristin arbeitet dabei eng mit einem Netzwerk an Experten, wie etwa Psychologen, Betriebsärzten oder Suchtexperten zusammen. „In den meisten Fällen von Wiedereingliederung spielen Erkrankungen des Muskel- und Skelett- Systems mit 38 Prozent eine Rolle“, weiß Angela Huber. Es folgen psychische Störungen wie Burn-out mit 25 Prozent – gefolgt von Atemwegserkrankungen sowie sonstigen Verletzungen.

Im Jahr 2002 untersuchte das Institut für betriebswirtschaftliche Analysen, Beratung und Strategie-Entwicklung (IFABS) die Einsatzhäufigkeit betriebswirtschaftlicher Instrumente in Arztpraxen an Hand einer Stichprobe mit 1.235 zufällig ausgewählten Praxisbetrieben verschiedener Fachrichtungen und Praxisgrößen. Gefragt wurde, ob die Praxisinhaber folgende Instrumente nutzen:

  • eine Praxis-Vision, mit deren Hilfe festgehalten wird, wo man in drei bis fünf Jahren im Hinblick auf das medizinische Leistungsangebot, Praxisgröße- und -form, Zielgruppen etc. stehen möchte,
  • eine Praxisphilosophie, die den Zweck der Arbeit beschreibt,
  • eine Praxisplanung mit lang-, mittel- und kurzfristigen Zielen,
  • eine Praxis-Unternehmensstrategie, die die Wege und Mittel skizziert, mit deren Hilfe die Praxisziele erreicht werden sollen
  • eine Praxis-Positionierung, die die Identität der Praxis fixiert, mit Hilfe derer man sich von anderen Praxen in Bezug auf Patienten und – bei spezialisierten Praxen – Zuweisern unterscheiden möchte,
  • ein Zielgruppenkonzept,
  • ein Kostenmanagement mit systematischer Kostenrechnung und –planung,
  • Führungsinstrumente wie Zielvereinbarungen, Führungsgesprächen und Motivationsmaßnahmen,
  • ein Marketingkonzept, das die Ziele, die mit der Marketingarbeit erreicht werden sollen sowie die zeitliche und inhaltliche Planung der zur Zielerreichung notwendigen Aktionen umfasst,
  • Marketinginstrumente wie Praxisbroschüren, Praxis-Homepage, Servicemaßnahmen zur Wartezeitverkürzung, Recall etc..
  • ein Corporate Design, d.h. ein abgestimmter visueller Auftritt der Praxis einschließlich der Nutzung eines Praxis-Logos.

Anfang 2012 wurde diese Untersuchung erneut durchgeführt. Die folgende Übersicht zeigt die Ergebnisse im Vergleich (Angabe in Prozent der Praxen, die das jeweilige Instrument einsetzen):
Betriebswirtschaftliches Instrument: 2002 / 2012 / Abweichung

  • Praxis-Vision: 9% / 16% / 7%
  • Praxis-Philosophie: 12% / 36% / 24%
  • Planung mit lang-, mittel- und kurzfristigen Zielen: 16% / 28% /12%
  • Praxis-Unternehmensstrategie: 18% / 32% / 14%
  • Praxis-Positionierung: 12% /24% / 12%
  • Zielgruppenkonzept: 28% / 38% / 10%
  • Kostenmanagement: 31% / 44% / 13%
  • Führungsinstrumente: 15% / 26% / 11%
  • Marketing-Konzept: 21% / 38% / 17%
  • Marketing-Instrumente: 45% / 78% / 33%
  • Corporate Design: 12% / 27% / 15%

Der Vergleich zeigt, dass die Einsatzintensität betriebswirtschaftlicher Instrumente insgesamt zugenommen hat, in vielen Bereichen aber immer noch sehr gering ausgeprägt ist. Die deutlichsten Zuwächse sind bei der Marketingarbeit zu verzeichnen, deutlich geringer fallen sie jedoch in „vitalen“ Bereichen wie Planung, Führung oder Zielgruppenmanagement aus. Damit arbeitet eine Vielzahl deutscher Arztpraxen nach wie vor unter ihren Möglichkeiten. Unverändert bleibt im Vergleich auch, dass die meisten Praxen ohne professionelle Planung „von heute auf morgen“ agieren. Die Entwicklung im Marketingbereich ist sicherlich als Fortschritt zu werten, die Marketingarbeit erfolgt jedoch ohne Abstimmung zu anderen Maßnahmen und ohne Einbindung in das generelle Praxismanagement, so dass die Effizienz der Maßnahmen nur gering und ein Erfolg gar nicht messbar ist.

Am 7. März 2012 hält Prof. Dr. Elmar Erkens, Dekan Technologie und Logistik an der APOLLON Hochschule, den Vortrag „AAL verändert Berufsfelder – spezifische Anforderungen an eine akademische Ausbildung im Bereich des Health Technology Managements“. Er geht dabei explizit auf die vielschichtigen Tätigkeitsfelder in dem wachsenden Berufsfeld ein und zeigt auf, welche Arbeitgeber auf die Kompetenzen der AAL-Fachkräfte angewiesen sein werden.

Damit tritt Erkens als Experte im Rahmen der WAGT (Wohnen – Alter – Gesundheit – Technik)-Dialogreihe auf, die am 7. März 2012 von 14:00 bis 18:00 Uhr im BITZ Bremer Innovations- und Technologiezentrum stattfindet.

Die dritte WAGT-Dialogreihe widmet sich dem Thema „Was – Wer – Wie: Kompetenzprofile von AAL-Fachkräften – Bildungskonzepte“. Im Bereich des Ambient Assisted Living (AAL) ist in den letzten Jahren viel geforscht und entwickelt worden. Im Rahmen der Veranstaltung soll konkret über die Berufsfelder gesprochen werden, die sich im AAL ergänzen: Wer kennt sich womit aus? Welche Kompetenzen sind notwendig? Wo und wie kann man die geforderten Kompetenzen erwerben?

Neben einem kleinen Rahmenprogramm, können die Teilnehmer an zwei Fachvorträgen teilnehmen und im Anschluss Fragen an die Referenten stellen und mit ihnen diskutieren.   
Das vollständige Programm kann hier [www.wfb-bremen.de/de/Einladung-zur-3_WAGT-Dialogreihe/263735] heruntergeladen eingesehen werden.

Die Teilnahme ist kostenlos. Um Anmeldung wird bis zum 1. März 2012 gebeten.
Heike Fafflock, E-Mail: Diese E-Mail-Adresse ist vor Spambots geschützt! Zur Anzeige muss JavaScript eingeschaltet sein! oder Fax: 0421 9600 8342

WAGT-Dialogreihe
Mittwoch, 7. März 2012
von 14:00 bis 18:00 Uhr
im BITZ Bremer Innovations- und Technologiezentrum
(Fahrenheitstraße 1, 28359 Bremen)

Die Zeichen im Gesundheitsmarkt stehen auf Service!  Anbieter sind gefordert  individuelle und persönliche Extras zu bieten um erfolgreich zu sein. Der Sozial- und Gesundheitsbereich ist der größte Servicesektor. Dieser Bereich ist so stark von der demographischen Entwicklung getrieben, daß auch zukünftig der Sektor unbeeindruckt von der allgemeinen Konjunktur weiter wachsen wird.

Dazu kommt ein Wandel von der eher krankheitsfokussierten Behandlung zu einem gesundheitsorientierten Versorgungsmanagement. Dabei geht es nicht mehr darum, nur noch die Krankheit an sich zu behandeln und Medikamente oder Verordnungen zur Verfügung zu stellen, sondern die Kundenwünsche und Serviceerwartungen möglichst punktgenau zu treffen und die Gesundheit zu erhalten und zu stärken.

Die eigentliche Serviceerbringung wird durch das notwendige Zusammenspiel unterschiedlichster Akteure immer komplexer und für den Gesundheitskunden individueller. In dem Zusammenhang geht es zukünftig darum das Kundenverhalten zu analysieren und neue wirkungsvolle Ansätze zu entwickeln.

In einem aktuellen Interview mit der langjährigen Gesundheitsberaterin Eva Zweidorf beleuchtet Dirk Zimmermann, Direktor des X [iks] Institut für Kommunikation und ServiceDesign, wie die zukünftige Servicewelt im Gesundheitssektor aussehen wird: http://e2.podspot.de/post/servicemarkt-gesundheit-e2-trifft-herrn-zimmermannn-die-serviceforscher-berlin/

Der Bedarf von niedergelassenen Ärzten an Informationen zu den betriebswirtschaftlichen Möglichkeiten der Praxisführung nimmt stetig zu. Doch die Wissensvermittlung benötigt, um wirksam zu sein, einen direkten Bezug zur Praxisarbeit. Das Analyse-, Fortbildungs- und Optimierungsprogramm „Betriebswirtschaftliches Best-Practice-Praxismanagement“ greift dieses Problem mit einem innovativen Konzept auf.

Das Konzept besteht aus drei für alle Fachgruppen und Praxisformen geeigneten Modulen:

Individuelle Praxisanalyse: Der Anwender führt zunächst eine Fragebogen-gestützte Praxisanalyse durch (Arzt-, Mitarbeiter- und Patientenbögen). Untersucht werden Art und Intensität der Maßnahmen, Regelungen und Verhaltensweisen in allen Bereichen des Praxismanagements, von der Planung über die Marktforschung, das Patientenmanagement, Führung und Marketing bis hin zum Finanzmanagement, ergänzt um eine Mitarbeiter- und Patienten-Zufriedenheitsbefragung. Die Fragebogen-Inhalte entsprechen den Merkmalen, die üblicherweise bei Vor-Ort-Basisanalysen erhoben werden. Ergänzt wird die Untersuchung durch eine Ermittlung der Praxisbeurteilungen in den wichtigsten Arzt-Bewertungsportalen. Aus diesen Angaben wird eine individuelle Benchmarking-Expertise erstellt, die die Praxistätigkeit mit dem Fachgruppen- und Best-Practice-Standard vergleicht.

Fortbildungsprogramm: Ein praxisindividuelles Handbuch mit der Analysen-Auswertung führt die Ergebnisse der Praxisanalyse mit dem für eine professionelle Praxisführung notwendigen betriebswirtschaftlichen Best-Practice-Wissen zusammen. Dadurch erhält die Know-how-Vermittlung einen direkten Praxisbezug, Best-Practice-Checklisten unterstützen die Umsetzung im Arbeitsalltag.

Optimierungsprogramm: Abgeleitet aus dem doppelten Benchmarking-Vergleich der Praxisanalyse erhält der Anwender zudem unter Berücksichtigung der von ihm verfolgten Praxis-Strategie einen konkreten Aktionsplan mit den bislang in seinem Praxisbetrieb ungenutzten Optimierungsmöglichkeiten des Praxismanagements („Optimeter“).

Ablauf
Schritt 1: Der Anwender erhält die Analyse-Unterlagen im PDF-    Format per E-Mail.
Schritt 2: Die Analyse wird in der Praxis durchgeführt.
Schritt 3: Die ausgefüllten Unterlagen werden auf dem Postweg zur Auswertung eingeschickt.
Schritt 4: Nach Auswertung der Unterlagen wird ein individuelles Analyse-, Fortbildungs- und Optimierungs-Handbuch erstellt und im PDF-Format per E-Mail verschickt.

Die Nachhaltigkeit von Burnout-Maßnahmen ist nach einem halben Jahr eher gering – das fanden Forscher der Medizinischen Hochschule Hannover 2010 heraus. Ein neues Präventions-Konzept für die Weiterbildung von Multiplikatoren soll jetzt Abhilfe schaffen. Es adressiert klein- und mittelständische IT-Betriebe und trägt den Titel „Backup! Ressourcen sichern für IT-Führungskräfte“. Der Start des Projekts ist fürs Frühjahr 2012 geplant.

Praktisches Wissen aus der Arbeits- und Gehirnforschung unterstützt die Teilnehmer dabei, Gesundheitsförderung leicht, dauerhaft und ohne Lernlast im Alltag anzuwenden. Grundlegendes Handlungswissen wird erstmals mit Kurzzeit-Einzelcoachings zu „Zurück zum Schlaf-Genuss“ ergänzt.

Das Ziel ist, ein Modell für eine autarke, nachhaltige Gesundheitsprävention aufzubauen. „Wissensarbeiter sind oft hochmobile, engagierte Menschen, sie suchen pragmatische Lösungen für ihren Alltag“, so die Initiatoren. Es ist ein Gemeinschaftsprojekt von INIFES, Internationales Institut für Empirische Sozialökonomie, und dem Business-Coach Lucie Neumann, Corporate-Profiler.

Das Förderprojekt wird im März 2012 beim Europäischen Sozialfonds (esf) im Programm „Weiterbilden“ eingereicht. Vorbehaltlich der Förder-Zusage können IT-KMUs aus der Region Stuttgart, Tübingen, Ulm bis zu 80 Prozent gefördert werden; Voraussetzung ist eine Sozialpartnerschaft.

Informationen für Interessenten bis 29.2.2012 bei:
Dr. Ralph Conrads, conrads(at)inifes.de
Lucie Neumann M. A., esf(at)corporate-profiler.de