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Foto: BDOHamburg. Jedes zweite Krankenhaus in Deutschland steht aktuell vor einem Haushaltsdefizit, das künftig sogar weiter wachsen wird. Dies gilt sowohl für Kliniken in privater als auch öffentlicher Trägerschaft. Die Ursachen liegen vor allem in den steigenden Kosten für das Fachpersonal – doch genau hier ist der Investitionsbedarf besonders hoch.

Dies ist das Ergebnis einer Befragung von 200 Geschäftsführern und Leitern des Bereichs Buchhaltung/Controlling deutscher Krankenhäuser im Auftrag der Wirtschaftsprüfungsgesellschaft BDO Deutsche Warentreuhand AG, durchgeführt von TNS Emnid.

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Obwohl besonders öffentliche Kliniken in den vergangenen Jahren ihre Umsätze deutlich steigern konnten, sind ihre Aussichten insgesamt wenig positiv. Daran kann offenbar auch die Novelle des Krankenhaus-finanzierungsgesetzes nicht viel ändern. „Die Grenzen der Belastbarkeit sind erreicht“, so Experte Ralf Klassmann, Leiter des BDO-Branchencenters „Gesundheit und Soziales“. „Um den Krankenhäusern eine echte Perspektive aufzuzeigen, ist weit mehr notwendig als die letzte Novelle des Krankenhausfinanzierungsgesetzes. Die bereitgestellten 3,5 Mrd. Euro sind angesichts des Personal- und Finanzierungsnotstands nicht mehr als ein Tropfen auf den heißen Stein“, so Klassmann weiter. Auch der Abbau von Personal biete kein Einsparpotenzial mehr, nur sechs Prozent der Krankenhäuser halten hier noch Kostensenkungen für möglich. Jedes siebte Haus sieht gar keine Einsparmöglichkeiten mehr.

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