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Dr. Petrausch erläutert ein weiteres Beispiel: „Bei traumatisierten Patienten (Stichworte Polytrauma) können anhand der im BGA-Gerät bestimmten Parameter schnell wichtige Prognosefaktoren wie pH-Wert und Hb-Wert ermittelt werden. Das dauert im Labor etwa 15 bis 20 Minuten, beim ABL800 Flex liegen die Ergebnisse bereits nach zwei Minuten vor.“ Da die Geräte direkt in der Rettungsstelle platziert sind, entfallen unnötige Laufwege und Prozesskosten (insbesondere Opportunitätskosten) sinken.

Durch die Sofortanalyse können Risikopatienten schnell identifiziert und weitere zielgerichtete Behandlungsschritte eingeleitet werden. Unnötige Untersuchungen werden so weitgehend vermieden, was überflüssige Behandlungskosten spart. Nicht nur die turn-around-time, sondern auch die durchschnittliche Verweildauer sinken und Personalressourcen können flexibel und zeitsparend eingesetzt werden.

Mehr Kompetenzen sichern schnellere Erstbehandlung

Auch die Dezentralisierung der Entscheidungseinheiten trägt zu einem effizienteren Ablauf bei. So wurden dem Personal in der Rettungsstelle mehr Kompetenzen eingeräumt. Das Pflegepersonal kann nun aufgrund von speziell für die Rettungsstelle fest definierten Labor- und Leistungsstandards POCT-Parameter eigenständig bestimmen, und nimmt gegebenenfalls weitere Vitalparameter ab.

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